Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Auenabgrenzung

Die Abgrenzung der Auen in der Praxis ist nicht einfach, denn aufgrund vielfacher Veränderungen und Nutzungen ist die natürliche Grenze einer Aue oft selbst im Gelände nicht mehr ohne weiteres sichtbar. Die Aue als potenziellen Einflussbereich des Wassers (Überschwemmung, hohe Grundwasserstände) zu kennen, ist aber wichtig. Deshalb erarbeitet das Auenprogramm Bayern eine landesweit einheitliche Auenabgrenzung im Maßstab der Topografischen Karte 1: 25.000 und stellt sie als Grundlage für Planungen zur Verfügung. Basis sind Informationen zu Auen- und Grundwasserböden aus der bodenkundlichen Landesaufnahme, da Böden den Wassereinfluss über längere Zeit erkennen lassen.

Beispiel für eine Auenabgrenzung auf der Topografischen Karte Bild vergrößern Beispiel für eine Auenabgrenzung (grün) auf der Topografischen Karte

Für Bürgermeister und Gemeinderäte bietet die Auenabgrenzung ein Hilfsmittel für die Bauleitplanung. Fachleuten aus Naturschutz, Wasserwirtschaft, Planungsbüros und Verbänden erleichtert sie die Bestimmung der Bearbeitungs- und Projektgebiete und vereinheitlicht diese. Für Bürger bietet die Auenabgrenzung Hinweise zu den potenziellen Gefahren durch Wasser (Überschwemmung, hohe Grundwasserstände) in Ergänzung zu den Überschwemmungsgebieten.

Im "Informationsdienst überschwemmungsgefährdete Gebiete (IÜG)" des LfU können Sie sich die Auenabgrenzung unter der Bezeichnung "wassersensibler Bereich (Auen und Niedermoore) zusammen mit den Überschwemmungsgebieten ansehen. Hier ein Beispiel:

Beispiel für die Darstellung der Wassersensiblen Bereiche (Auen und Niedermoore) im IÜG Bild vergrößern Beispiel für die Darstellung der Wassersensiblen Bereiche (Auen und Niedermoore) im IÜG

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