Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Naturschutzfachkartierung

Die Naturschutzfachkartierung (NFK) ist eine Auftragskartierung des LfU mit meist zweijähriger Laufzeit. Standardmäßig werden jährlich in ausgewählten Landkreisen und kreisfreien Städten die Artengruppen Vögel, Reptilien, Amphibien, Libellen, Tagfalter, Heuschrecken und Pflanzen untersucht. Dabei werden gezielt Arten und Lebensräume ausgewählt. Die Untersuchungsergebnisse werden aufbereitet und im Anschluss an die Kartierung in der Datenbank der Artenschutzkartierung als flächige Lebensräume oder als Fundpunkte dargestellt. Gemeinsam mit der Biotopkartierung aktualisiert die Naturschutzfachkartierung damit wichtige Grundlagendaten und verbessert die Kenntnisse über wertvolle Lebensräume und bemerkenswerte Arten im jeweiligen Untersuchungsraum.

Oedipoda caerulescens, die Blauflügelige Ödlandschrecke bewohnt neben Magerrasenstandorte bevorzugt Sandabbauflächen, Steinbrüche und Kiesgruben. Sie ist sehr gut getarnt und erst wenn sie auffliegt werden ihre namensgebenden blauen Unterflügel sichtbar; Foto: Wilfried Löderbusch Bild vergrößern Oedipoda caerulescens, die Blauflügelige Ödlandschrecke, bewohnt neben Magerrasenstandorten vorwiegend Sandabbauflächen, Steinbrüche und Kiesgruben. Ihre namensgebenden, blauen Hinterflügel werden erst sichtbar, wenn sie auffliegt; Foto: Wilfried Löderbusch.

Zu den nachgewiesenen Arten zählt auch die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum), eine Art, die in Bayern noch häufig zu finden ist. Sie besiedelt stehende Gewässer aller Art, wird aber auch an langsam fließenden Gewässern wie Gräben gefunden; Foto: Hans-Joachim Fünfstück Bild vergrößern Zu den nachgewiesenen Arten zählt auch die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum), eine Art, die in Bayern noch häufig zu finden ist. Sie besiedelt stehende Gewässer aller Art, wird aber auch an langsam fließenden Gewässern wie Gräben gefunden; Foto: Hans-Joachim Fünfstück.

Mit Biotop- und Naturschutzfachkartierung kommt das LfU seiner gesetzlichen Verpflichtung nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz nach (Art. 46 BayNatSchG). Die Arbeit der Naturschutzbehörden wird so durch aktuelle, flächenbezogene Daten zu schützenswerten Tier- und Pflanzenarten unterstützt. Kommunen, Planungsbüros und wissenschaftliche Einrichtungen nutzen die Ergebnisse der Kartierungen, zum Beispiel dazu Landschafts- und Grünordnungspläne zu erarbeiten, die Bayerischen Biodiversitätsstrategie umzusetzen oder um Vereinbarungen im Vertragsnaturschutz vorzubereiten. Auch für die Aktualisierung des Arten- und Biotopschutzprogramms (ABSP) – wie zum Beispiel derzeit für den Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten – liefern aktuelle Daten der Naturschutzfach- und Biotopkartierung optimale Beurteilungsgrundlagen.