Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Artenschutzkartierung

Für Bayern existiert seit 1980 ein landesweites biogeographisches Datenbanksystem, dessen zentrales Ziel die Bereithaltung von faunistischen und floristischen Daten für die Naturschutzpraxis ist. Neben der Auswertung von Literatur- und Sammeldaten werden vor allem Ergebnisse von Kartierungen übernommen.

Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) Bild vergrößern Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina)

Ein größerer Anteil stammt von ehrenamtlich tätigen Kartierern und Datenmeldern - ein wichtiger Beitrag angesichts der nur begrenzt für Kartierungsaufträge zur Verfügung stehenden Finanzmittel.

Im September 2011 gab es 2,03 Millionen Artnachweise an rund 230.000 Fundorten.

Diese Datenmenge darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die ASK im Regelfall keineswegs einen vollständigen Überblick über die aktuelle Verbreitung bestimmter Arten liefern kann. Bedingt durch die unterschiedlichen Datenquellen sind die Daten zwangsläufig sehr heterogen hinsichtlich ihrer Eigenschaften (Aktualität, Lagegenauigkeit usw.).

Punktverbreitungskarte des Baldrian-Scheckenfalters (Melitaea diamina) Bild vergrößern Punktverbreitungskarte des Baldrian-Scheckenfalters (Melitaea diamina)

Die fachlich korrekte Verwendung und Interpretation von ASK-Daten für spezifische Fragestellungen setzt daher entsprechende Sachkenntnis und vielfach auch Ortskenntnis (z.B. Einschätzung/Kenntnis über vorkommende Biotope bzw. Habitattypen und deren Verbreitung und Qualität) voraus. So ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob die in der ASK vorhandenen Daten hinsichtlich Umfang und Aktualität ausreichend für die jeweilige Aufgabenstellung sind. Ggf. können weitere Erhebungen oder Recherchen erforderlich sein.

Weitere Hinweise zur ASK können Sie der folgenden Datei entnehmen: