Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Steckbrief Kreuzotter

Wissenschaftlicher Name: Vipera berus

Bild vergrössern Weibliche Kreuzottern sind an ihrer braunen Grundfarbe zu erkennen; Foto: Dr. Wolfgang Völkl
Steckbrief zur Kreuzotter
Aspekt Erläuterung
Größe bis zu 85 cm Länge; Gewicht bis 200 g bei Weibchen, bis 100 g bei Männchen
Alter im Freiland 8-12 Jahre
Kennzeichen durchgehendes Zickzackband auf dem Rücken, V-förmige oder X-förmige Zeichnung auf dem Kopf; geschlitzte Pupille; kurzer Schwanz, der in einem Dorn endet.
Männchen meist mit grauer Grundfarbe und kontrastreicher Zeichnung, Weibchen mit eher brauner Grundfärbung; daneben bei beiden Geschlechtern auch schwarze Exemplare.
Fortpflanzung zwischen Anfang August bis Anfang Oktober 4 - 15 lebende Junge; Weibchen mit zweijährigem Fortpflanzungszyklus, Männchen mit jährlicher Fortpflanzung
Nahrung erwachsene Tiere vor allem Kleinsäuger (Feldmäuse, Rötelmäuse, Spitzmäuse), daneben erwachsene Frösche (v. a. Grasfrosch und Moorfrosch) und Eidechsen (Wald- und Zauneidechse); Jungtiere ausschließlich kleine Eidechsen und kleine Frösche vor der ersten Überwinterung
Lebensraum in Bayern ein breites Spektrum an Lebensräumen vor allem in kühlen und feuchten Bereichen; Moore und angrenzende lichte Moorwälder, lichte Waldlebensräume, Wildflussauen und alpine Matten und Latschengebüsche, in der Kulturlandschaft sonnige Waldränder und Hecken, Streuwiesen und Borstgrasrasen, Waldlichtungen und Abbaustellen.
Wichtig ist in allen Lebensraumtypen eine gute Ausstattung mit Kleinstrukturen, d. h. Versteckmöglichkeiten, Sonnplätze, Windschatten.
Bild vergrössern Randbereiche von Blockhalden sind ursprüngliche Lebensräume in den Mittelgebirgen; Foto: Dr. Wolfgang Völkl

Bild vergrössern In den Alpen bewohnt die Kreuzotter strukturreiche Flächen an der Waldgrenze; Foto: Dr. Wolfgang Völkl

Verwechslungsmöglichkeit der Kreuzotter mit anderen Schlangen

In Bayern kommen neben der Kreuzotter auch noch andere Schlangenarten vor. Es kommt dabei immer wieder zu Verwechslungen vor allem mit der Schlingnatter (Coronella austriaca), auch Glattnatter genannt und mit der Ringelnatter (Natrix natrix), die beide in ähnlichen Lebensräumen auftreten können.

Beide Arten sind ungiftig.

Die Schlingnatter ist grau, graubraun, bräunlich oder rötlich-braun gefärbt mit einem Zügel (dunklen Streifen) am Auge, einer variablen Kopfzeichnung, einem Flecken- oder Balkenmuster auf dem Rücken (kein Zickzackband wie bei der Kreuzotter) und runden Pupillen. Schwärzlinge kommen nicht vor. Der Name Glattnatter verweist auf die glatte, ungekielte Beschuppung.


Die Ringelnatter ist meist einfarbig grau mit halbmondförmigen gelbe bis orange Flecken am Hinterkopf und runden Pupillen. Vereinzelt treten auch völlig schwarze Tiere auf. Sie lebt meist in der Nähe von Gewässern und ernährt sich überwiegend von Amphibien.