Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Steckbrief Wanderfalke

Wissenschaftlicher Name: Falco peregrinus

Jungvögel Bild vergrössern Junge Wanderfalken sind durch ihr Federkleid leicht von Altvögeln zu unterscheiden. Foto: E. Abel
Steckbrief zum Wanderfalken
Aspekt Erläuterung
Größe größter heimischer Falke, fast bussardgroß, Spannweite bis 110cm, Gewicht bis 900g
Kennzeichen massiger Körper, breite, aber spitze Flügel, kurzer Stoß. Gefieder: Altvögel oberseits schiefergrau bis graubraun, unterseits feine Querbänderung auf hellem Grund, auffälliger Bartstreif; Jungvögel oberseits braun, unterseits dunkel getropft, Bartstreif erkennbar, aber verwaschen
Stimme langgezogenes "Lahnen" "gääääi" als Kontakt- und Bettelruf, in der Erregung kurze, scharfe "ackzick"-Rufe bzw. als Warnruf ein rauh rätschendes, anhaltendes "grägrägrä...
Lebensraum in der Kulturlandschaft ebenso wie im Siedlungsbereich anzutreffen – ausschlaggebend ist das Brutplatzangebot für den Felsbrüter: Natürliche Felsen werden ebenso zur Brut genutzt wie Sekundärhabitate ("Kunstfelsen") in Form von Steinbrüchen und hohen Bauwerken wie Industriebauten, Kraftwerksgebäuden, Autobahnbrücken, Funktürme etc.
Jagdflug schnellster Vogel der Welt, erreicht bis zu 300km/h
Nahrung fast ausschließlich Vögel bis Drossel- oder Taubengröße
Brut Brutbeginn meist Anfang bis Mitte März. 2 bis 4 Eier. Brutdauer 33 Tage. Nestlingszeit 35 – 42 Tage. Nach dem Ausfliegen verbringen die Jungvögel bis zum Selbständigwerden noch mehrere Wochen einer "Bettelflugperiode" im elterlichen Revier
Wanderungen in Mitteleuropa ziehen nur Jungvögel in ihrem ersten Winter nach Südwesteuropa. Adulte Wanderfalken sind Standvögel, die ihr Revier auch im Winter nicht dauerhaft verlassen
Bestand ehemals in Deutschland ca. 900 Brutpaare. Tiefpunkt in den 1960/70er Jahren mit nur noch 60 Paaren in Bayern und Baden-Württemberg. Heute bundesweit etwa 1.000 Paare, davon etwa 160 bis 180 in Bayern