Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Informationsmaterialien zum Galionsartenprojekt und Öffentlichkeitsarbeit in Botanischen Gärten

Führung im Botanischen Garten Würzburg Bild vergrößern Führung im Botanischen Garten Würzburg bei der am Modell der Mainfränkischen Trockenrasen, die Gefährdung des Lebensraums und der ihn bestimmenden Pflanzenarten demonstriert wird ; Foto: Gerd Vogg, Botanischer Garten Würzburg

Der Schutz der botanischen Vielfalt gehört zu den traditionellen Aufgaben der botanischen Gärten. Mit der Kultivierung seltener und gefährdeter Pflanzenarten haben sie sich schon früh dem Thema Artenschutz verschrieben und viele Erfahrungen bei der Kultivierung und Präsentation schwierig zu haltender Pflanzen gesammelt. Sie dienen als "Schaukästen der Natur" und bieten über 750.000 Besuchern jährlich die Möglichkeit, seltene und bedrohte Schätze der Natur zu bewundern.

Zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Broschüren der Botanischen Gärten informieren über wenig bekannte und gefährdete Arten vor unserer Haustür und die verschiedenen Maßnahmen zum Schutz ihrer Lebensräume.

Posterausstellung

2007 wurde zur Woche der Botanischen Gärten die Posterausstellung "Bedrohte Pflanzen schützen – Artenvielfalt erhalten" zusammengestellt. Diese vom Bayerischen Landesamt für Umwelt und den sechs Botanischen Gärten in Bayern initiierte Ausstellung, zeigte eine Reihe von bedrohten und regional bedeutsamen Arten. Für diese Pflanzen wurden bereits Artenschutz-Maßnahmen durchgeführt, um ihre drastischen Bestandsrückgänge in der Natur aufzuhalten. Sie stehen stellvertretend für die Gefährdung ihrer Lebensräume und Lebensgemeinschaften, aber auch für Möglichkeiten sie zu schützen. Die Ausstellung wurde weiterentwickelt und kann beim LfU ausgeliehen werden:

Informationstafeln an den Kulturbeeten der Galionsarten

Infotafel Bild vergrößern Informationstafel an einem Schaubeet der Busch-Nelke (Dianthus seguieri - im Botanischen Garten der Universität Regensburg; Foto: Christina Meindel

Mit der Gestaltung von Infotafeln zu ausgewählten Pflanzenarten und ihrer Anbringung an Beeten im Botanischen Garten reagieren die Gärten auf das große Interesse der Besucher an zusätzlichen Informationen zu gefährdeten oder seltenen Arten. Vorgestellt werden Pflanzen, die regionale Besonderheiten darstellen und zu deren Schutz bereits konkrete Artenhilfsprogramme entwickelt wurden. In einer Kurzbeschreibung wird die Art, ihre Ökologie und Biologie sowie Maßnahmen zu ihrem Schutz vorgestellt.

Infotafeln existieren für:

Merkblatt Artenschutz: "Erhaltungskulturen in botanischen Gärten"

In diesem Merkblatt wird auf die Problematik des Artenschwundes vor unserer Haustür eingegangen. Zusätzlich werden die Möglichkeiten und Grenzen des Ex-Situ-Schutzes kritisch beleuchtet. Die Anlage von Erhaltungskulturen erfordert viel Engagement und Fachwissen von Seiten der botanischen Gärten, kann aber bei drastischen Bestandsrückgängen durchaus die letzte Möglichkeit sein, eine Art vor dem Erlöschen zu bewahren.