Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Naturnahe Erholung

NFür das Arten-und Biotopschutzprogramm sind in erster Linie naturnahe Formen der Erholungsnutzung von Bedeutung wie Spazieren gehen oder Rad fahren. Dabei spielen Naherholungsbereiche im Stadtumland wie Wälder, strukturreiche Kulturlandschaft, Fluss- und Bachauen sowie allgemein nutzbare Freiräume, wie Parks und Grünanlagen oder auch innerstädtische Brachflächen im Stadtinneren eine besondere Rolle, da sie bei entsprechender Größe und Ausstattung eine hohe Bedeutung für den Arten-und Biotopschutz entwickeln können.

Naherholungspotenzial der Landschaft

Themenkarte Erlebniswirksamkeit Bild vergrößern Themenkarte Erlebniswirksamkeit

Zur Ermittlung des Naherholungspotenzials werden in sich homogene Landschaftsräume abgegrenzt und hinsichtlich ihrer Erlebniswirksamkeit für Erholungssuchende bewertet. Im Vordergrund stehen dabei Kriterien wie Eigenart, Naturnähe und Vielfalt der Landschaft, die für naturnahe Erholung wie auch für den Arten- und Biotopschutz relevant sind.

Das Ergebnis wird in einer 3-stufigen Wertskala dargestellt:

  • hoch
  • mittel
  • gering

Darüber hinaus werden Beeinträchtigungen der Erholungseignung wie z.B. Lärmbelastung auf stark befahrenen Straßen oder die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch fehlende Ortsrandeingrünung oder Hochspannungsleitungen dargestellt.

Allgemein nutzbare Freiräume

Themenkarte Freiräume Bild vergrößern Themenkarte Freiräume

Allgemein nutzbare Freiräume liegen in Wohnungsnähe und sind daher für die Kurzzeiterholung geeignet. Es handelt sich i.d.R. um Parks oder Grünanlagen, die täglich oder mehrmals wöchentlich aufgesucht werden. Sie sind öffentlich zugänglich, können daher von jedermann genutzt werden und unterliegen keiner eingeschränkten Zweckbestimmung. Am Ortsrand können auch Wälder oder Landschaftsräume mit mindestens mittlerem Naherholungspotenzial die Funktion von allgemein nutzbaren Freiräumen übernehmen. Stehen für die Anwohner in einem Umkreis von ca. 400 m ausreichend Grünflächen zur Verfügung, sind diese in der Karte als versorgte Wohngebiete dargestellt. Bei einem Mangel an Grünflächen sind sie entsprechend als unterversorgte Wohngebiete dargestellt. Um auch die Belange des Arten- und Biotopschutzes zu berücksichtigen, wird für den Bedarf an Freiräumen ein Minimum von 10 m2 Grünfläche pro Einwohner zu Grunde gelegt. Dieser erhöhte Richtwert soll die Entwicklung naturnaher Bereiche für den Arten- und Biotopschutz innerhalb ansonsten intensiv genutzter Erholungsflächen gewährleisten.

Freiraumverbindungen

Themenkarte Freiraumverbindungen Bild vergrößern Themenkarte Freiraumverbindungen

Die Nutzung von Erholungsflächen hängt in starkem Maße von ihrer direkten und gefahrlosen Erreichbarkeit durch Fuß- und Radwege ab. Dabei sollte bereits der Weg in den Erholungsraum der Erholung dienen. Gleichzeitig können bei entsprechender Gestaltung Freiraumverbindungen eine wichtige Funktion als Grünachsen ausüben. Sie stellen dann einen bedeutenden Bestandteil eines Grundgerüsts für die Durchgrünung und den Biotopverbund im Siedlungsbereich dar.


In der Karte zu den Freiraumverbindungen werden folgende Inhalte dargestellt:

  • Naherholungsbereiche im Außenraum
  • innerstädtischen Grünflächen
  • vorhandene Wegeverbindungen
  • fehlende Freiraumverbindungen
  • Beeinträchtigungen