Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Abiotische Ressourcen: Boden, Wasser, Klima

Boden

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Die Untersuchungsmethodik zu den Böden wird für bebaute und unbebaute Flächen unterschiedlich gehandhabt. Die bebauten Flächen werden dabei nach ihrem Grad der Versiegelung beurteilt. Je geringer die Versiegelung, desto eher können bodenökologische Funktionen erfüllt werden.







Dabei werden folgende Abstufungen vorgenommen:

  • sehr hoher Versiegelungsgrad (>70%)
  • mittlerer Versiegelungsgrad (30-70%)
  • geringer Versiegelungsgrad (<30%)

Für die unbebauten Flächen im Außenbereich sind aus Sicht des Arten-und Biotopschutzes insbesondere die Böden mit extremen Standortbedingungen von Interesse, also trockene oder feuchte bis nasse Böden. Sie sind zum einen in der durch landwirtschaftliche Überdüngung und Melioration beeinflussten Landschaft besonders selten geworden, zum anderen sind sie aufgrund ihrer Standorteigenschaften ökologisch besonders empfindlich.

Es werden im Stadt-ABSP folgende ökologische Bodenfunktionen der unbebauten Flächen unterschieden:

  • Böden mit vorrangiger Arten- und Biotopschutzfunktion
  • mäßig trockene bis sehr trockene Böden, wechselfeuchte bis nasse Böden
  • Böden mit vorrangiger Wasserschutzfunktion
  • Böden im Überschwemmungsbereich von Talauen und/oder mit geringem Grundwasserflurabstand
  • Böden mit Ertrags- und Filterfunktion
  • Böden mit geringer bis guter Eignung als landwirtschaftliche Produktionsfläche

Wasser

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Von besonderer Bedeutung für den Naturhaushalt ist die Qualität des Grund-und Oberflächenwassers als Grundlage für alle Lebewesen. Für den Schutz des Grundwassers z.B. zur Trinkwassergewinnung spielt die Empfindlichkeit gegenüber Nähr- und Schadstoffeinträgen eine besondere Rolle. Das Kontaminationsrisiko des Grundwassers bemisst sich aus dem Grundwasserflurabstand sowie den Filter- und Puffereigenschaften der darüber liegenden Gesteine und Böden. Im Stadt-ABSP wird das Kontaminationsrisiko des Grundwassers i.d.R. in einer 5-stufigen Skala dargestellt:

  • sehr hoch
  • hoch
  • mittel
  • gering
  • sehr gering

Klima

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Für das Stadtklima sind neben den Belastungsgebieten (z.B. Wärmebelastungsgebiete) insbesondere die klimatischen Entlastungsgebiete von Bedeutung. Darunter fallen beispielsweise Kalt- und Frischluftentstehungsgebiete wie große landwirtschaftliche Nutzflächen und Wälder. Parkanlagen und andere innerstädtische Grünflächen wirken lokal ausgleichend für das direkte Wohnumfeld und sind insbesondere im Sommer als kühlende Erholungsflächen für die Anwohner wichtig.

In der Karte zum Stadtklima werden i.d.R. folgende Inhalte dargestellt:

  • Kaltluftentstehungsgebiete
  • Frischluftentstehungsgebiete
  • Grünanlagen mit lokaler Bedeutung für den klimatischen Ausgleich
  • Luftleitbahnen
  • Wärmebelastungsgebiete
  • Elemente mit Barrierewirkung