Quantifizierung des Beitrags von Streusalz zur Feinstaubbelastung

Werden Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten, sind gemäß § 27 der Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen - 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV) Luftreinhaltepläne für die betroffenen Gebiete oder Ballungsräume zu erstellen. Luftreinhaltepläne sind nicht erforderlich, sofern die Überschreitung von Grenzwerten für Feinstaub (PM10) auf Emissionsbeiträge aus natürlichen Quellen (§ 24) oder auf die Ausbringung von Streusand oder -salz auf Straßen im Winterdienst (§ 25) zurückzuführen ist.

In Bayern erfolgt die Ermittlung der durch den Winterdienst verursachten Feinstaubanteile insbesondere an verkehrsbezogenen Standorten, die möglicherweise an mehr als den zulässigen 35 Tagen im Kalenderjahr den Grenzwert von 50 µg/m3 für den PM10-Tagesmittelwert überschreiten.