Zuständigkeiten bei Lärmproblemen

Nachfolgende Tabelle soll Ihnen zeigen, an wen Sie sich bei einem Lärmproblem wenden können. Bei Beschwerden über hier nicht vorkommende Lärmarten fragen Sie bitte Ihre Gemeinde oder Ihr Landratsamt (Kreisverwaltungsbehörde). Auskünfte geben auch der Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung (DAL), Düsseldorf, und schalltechnische Beratungsbüros.

Lärmbetroffener durch Bestand

Lärmbetroffener durch etwas, das schon besteht.
Beschwerde über: Beschwerde vorbringen bei:
Straßenverkehrslärm Straßenbaulastträger (Autobahndirektion, Straßenbauamt, Landratsamt oder Gemeinde
Eisenbahnlärm Deutsche Bahn AG oder Eisenbahnbundesamt
Straßenbahnlärm Verkehrsunternehmen oder Gemeinden
Fluglärm (zivil) Luftamt Nord- oder Südbayern
Gewerbelärm, Sport- und Freizeitlärm, Schießlärm (zivil) * Landratsamt oder kreisfreie Stadt
Lärm von Gaststätten, Diskotheken u. Veranstaltungen * Gemeinde (Sperrstunde) oder Landratsamt
Baulärm * Baugenehmigungsbehörden (meist Landratsamt, kreisfreie Stadt oder Große Kreisstadt)
Nachbarschaftslärm * akut: Polizei; sonst: Rechtsanwalt
Lärm durch haustechnische Anlagen * Hauseigentümer
Lärm am Arbeitsplatz Betriebsbeauftragter, Gewerbeaufsichtsamt

*) Bei diesen Lärmarten ist auch der zivilrechtliche Weg möglich

(Klage beim Amts-/Landgericht)

War eine Beschwerde nicht erfolgreich, dann Widerspruch oder Klage (zweckmäßig mit Rechtsbeistand).

Lärmbetroffener durch Planung

Lärmbetroffener durch etwas, das geplant wird.
Einwendungen wegen Lärm: Einwendungen vorbringen bei:
Straßen, Eisenbahnen, Straßenbahnen (Neu- und Umbau) Gemeinde oder Bezirksregierung (Anhörungsbehörden im Planfeststellungsverfahren)
Flugplätze (zivil) Bezirksregierung
Gewerbe- Sport-, Freizeit- u. Schießanlagen Landratsamt oder kreisfreie Stadt
Gaststätten, Diskotheken, Veranstaltungen Gemeinde oder Landratsamt
Bebauungsplan Gemeinde

Waren Einwendungen nicht erfolgreich, dann ebenfalls Widerspruch oder Klage (zweckmäßig mit Rechtsbeistand).

Schema in Anlehnung an:
"Lärmbekämpfung - Ruheschutz", Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe 1995.