Was tun bei Lärmproblemen?

Umgang mit Nachbarn

"Sie ärgern sich über Nachbarschaftslärm oder sind der Meinung, dass der Tennisplatz vor Ihrer Wohnung zu laut ist?

Das Lärmempfinden hängt auch von der Information über die Lärmquelle und von der Einstellung zu ihr ab. Gerade im Bereich des Nachbarschaftslärms entscheiden diese Faktoren häufig darüber, ob ein Geräusch überhaupt als Lärm betrachtet wird. Geht Ihnen ein Geräusch aus der Nachbarschaft auf die Nerven, so sollten Sie sich zuerst fragen, ob ein getrübtes Nachbarschaftsverhältnis daran schuld ist.

Sprechen Sie gegebenenfalls darüber mit anderen betroffenen Nachbarn. Befragen Sie auch, je nach Sachverhalt, einen Fachmann. Kommen Sie zu dem Schluß, daß es sich um eine unzumutbare Störung Ihrer Ruhe handelt, so weisen Sie den Lärmverursacher freundlich darauf hin. Häufig lässt sich der Stein des Anstoßes mit einem Gespräch beseitigen oder wenigstens ein vernünftiger Kompromiss erreichen.

Andernfalls kann die Einschaltung eines Anwalts angebracht sein. Die §§ 906 und 1004 des Bürgerlichen Gesetzbuches bieten eine Handhabe für Ansprüche vor dem Zivilgericht. Unnötige und unzumutbare Lärmbelästigungen werden nach § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes geahndet. In akuten Fällen kann die Polizei gerufen werden.

Denken Sie auch daran: Wer sich ständig beim geringsten Geräusch beschwert, wird nicht mehr ernst genommen.

"Musik wird störend oft empfunden, zumal sie mit Geräusch verbunden."
(Wilhelm Busch)

Verständnis für Feste

Wenn Sie ein lautes Fest feiern wollen, unterrichten Sie Ihre Nachbarn vorher in freundlicher Weise. Überlegen Sie auch, ob Ihre Musikanlage auf "Anschlag" stehen muss. Eventuell laden Sie sogar den einen oder anderen dazu ein. Ein informierter oder eingeladener Gast wird mehr Verständnis für Ihr Fest aufbringen, weil er schließlich selbst einmal feiern will. So können Sie Ärger mit der Nachbarschaft vermeiden.

"Wau-Wau"

Gelegentliches Hundegebell am Tage ist hinzunehmen. Aber nächtliche Dauerbeller kann sich der Nachbar verbitten. Es ist heute üblich, Hunde nachts im geschlossenen Raum zu halten.

Es grünt so grün

Nach der Geräte -und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) dürfen in Wohngebieten motorbetriebene Gartengeräte nur werktags in der Zeit von 07:00 - 20:00 Uhr betrieben werden. Für besonders laute Geräte wie z. B. Laubbläser, gelten weitere Betriebszeitbeschränkungen.
Gemeindliche Hausarbeits- und Musiklärmverordnungen schützen darüberhinaus häufig auch die Mittagsruhe.