Lärmschutzwände

Ein bewährter Schutz gegen den Lärm von Straßen und Eisenbahnen sind die sogenannten aktiven Schallschutzmaßnahmen: Wand, Wall und Trog. Allerdings lassen sich damit weit entfernte oder nahe, hohe Gebäude kaum vor Lärm schützen.

Wand

Innerorts hat die Lärmschutzwand ein günstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis als der Wall, da die Schirmkante der Wand nahe an der Schallquelle errichtet werden kann und weil weniger Grund in Anspruch genommen werden muss. Aus statischen Gründen ist die Wandhöhe meist auf 6 m begrenzt. Solche Höhen kommen aber aus optischen Gründen nur selten vor.
Langlebige und kostengünstige Materialien sind Beton und Aluminium. Holz und Glas erweitern die Gestaltungsvielfalt. Die Kosten pro m2 Wand liegen je nach Ausführung zwischen 220 und 390 € (Stand 2005).

Die Wirkung eines Schallschirmes lässt sich mit Hilfe von Linien gleichen Schallpegels (Isophonen) sichtbar machen. Zwischen den Isophonen zeigen Farben die Schallpegelklassen an.

Wälle und Wände können den Mittelungspegel um bis zu 15 dB(A) und die Vorbeifahrtpegel um bis zu 20 dB(A) mindern. Sie müssen ausreichend lang sein, damit die Geräusche von den nicht abgeschirmten Teilen des Verkehrsweges vernachlässigbar sind.

Mittelwand

Bei Bahnstrecken mit mehr als zwei Gleisen kann eine Mittelwand in Verbindung mit niedrigeren Außenwänden akustisch und städtebaulich günstiger sein als hohe Außenwände.