Wall und Trog
Wall
Der Wall benötigt im Vergleich zur Schallschutzwand eine erheblich größere Grundfläche. Durch Bepflanzung und Modellierung der Kammlinie lassen sich Lärmschutzwälle gut ins Landschafts- und Ortsbild einbinden.
Die Kosten für 1 m2 wirksame Abschirmfläche eines Walles mit z.B. 4 m Höhe liegen außerorts mit ca. 40 € (einschließlich Grunderwerb) deutlich unter denen für eine Lärmschutzwand (Stand 2005).
Nachfolgende Grafik von Möhler & Partner, München zeigt, wie sich Schallwellen mit und ohne Wall ausbreiten (Beurteilungspegel in dB(A)).
Trog (Tunnel)
Verkehrswege in Troglage (Geländeeinschnitt) verursachen vergleichsweise geringe optische Eingriffe in das Landschafts- und Ortsbild.
Die Stützwände eines Trogs müssen bei gegenüberliegender Wohnbebauung hochabsorbierend verkleidet werden. Durch Kragplatten und/oder aufgesetzte Schallschutzwände lässt sich die Abschirmung verbessern.
Ein solcher Trog kann in einen Tunnel übergehen; hier strahlen dann nur noch die Tunnelöffnungen Schall ab.
Nachfolgende Grafik von Möhler & Partner, München zeigt die Ausbreitung der Schallwellen mit und ohne Mittelwand (Beurteilungspegel in dB(A)).
Bei einer zweigleisigen Strecke betragen die Kosten eines Trogs mit etwa 6 m hohen Stützwänden (ohne Grundwasserwanne) ca. 8.000 €/lfd.m (Stand 1998 umgerechnet).
Ein Trog mindert den Mittelungspegel um bis zu 15 dB(A) und die Vorbeifahrtpegel um bis zu 20 dB(A)..
