Sanierung

Bauliche Sanierungen

Für die Lärmsanierung an zu lauten Bundesfernstraßen und Staatsstraßen bestehen Programme des Bundes und des Freistaates Bayern. In Abhängigkeit vom Haushalt werden neue Schallschutzfenster gefördert, wenn folgende Immissions- grenzwerte überschritten sind (siehe auch nachfolgende Tabelle zu "Immissionsgrenzwerte der Lärmsanierung an Bundesfernstraßen").

Immissionsgrenzwerte für die Lärmsanierung an Bundesfernstraßen
Gebietsart Tag Nacht
Krankenhäuser, Schulen, Kurgebiete, Altenheime,
reine und allgemeine Wohn-, sowie Kleinsiedlungsgebiete
67 dB(A) 57 dB(A)
Kern-, Dorf- und Mischgebiete 69 dB(A) 59 dB(A)
Gewerbegebiete 72 dB(A) 62 dB(A)

Die Straßen, die konkret zur Sanierung anstehen, lassen sich beim Straßenbauamt oder dem Bauamt der Kommune erfragen.

Straßenverkehrsrechtliche Sanierung

Nach § 45 StVO können Straßenverkehrsbehörden zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm den Straßenverkehr verbieten, beschränken und umleiten.

Verkehrsberuhigte Bereiche verbessern das Wohnumfeld. Hierzu tragen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Lkw-Umleitungen für einzelne Straßen oder gar Ortsteile bei. In Wohn- und Geschäftsstraßen kann die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h bis herab zur Schrittgeschwindigkeit festgesetzt werden.

Hinweisschild auf eine Tempo 30 Zone. Bild vergrößern Tempo 30 Zone

Solche Geschwindigkeitsbeschränkungen führen zu verringerten Lärmbelastungen, wenn eine Verstetigung des Verkehrsflusses erreicht wird. Dazu eignen sich ergänzende Umbauten, wie Fahrbahnverengungen, Fahrbahnteiler,Verkehrsinseln und Bepflanzungen. Sie sollen ein zu schnelles Fahren auch ohne Überwachung durch die Polizei verhindern.

Aufpflasterungen sind neue Lärmquellen, wenn über 30 km/h gefahren wird.