Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Lärmminderung an Straßen durch OPA - Projektbeschreibung

Die dominierende Geräuschquelle im fließenden Straßenverkehr ist das Rollgeräusch. Bereits ab 30 bis 40 km/h überwiegt es bei neuen Pkw. Es kann durch den Einbau einer zweischichtigen offenporigen Asphaltdeckschicht (2 OPA) im Neuzustand um mehr als 7 dB(A) gemindert werden, wenn die akustischen Eigenschaften auf Verkehrsstärke- und -zusammensetzung (Pkw- und Lkw-Anteil) sowie Fahrgeschwindigkeit abgestimmt wurden. Die genannte Pegelminderung bedeutet - vereinfacht gesagt -, dass man zwar 100 Autos sieht, aber nur das Geräusch von 20 Autos hört.


  • Die Stadt Augsburg hat 2003 zum ersten Mal in Deutschland auf einem innerstädtischen Abschnitt, nämlich der Bundesstraße B17, mit einer Länge von 560 m einen 2 OPA mit Erfolg einbauen lassen. Im Rahmen eines Monitorings verfolgt die Müller-BBM GmbH akustische Wirksamkeit und bautechnische Haltbarkeit des 2 OPA. Das StMUV übernimmt die Mehrkosten.
  • Die Stadt Ingolstadt hat 2005 auf der Westlichen Ringstraße auf einer Länge von ca. 1 km einen 2 OPA einbauen lassen. Monitoring und Förderung erfolgen ähnlich wie bei der B17 in Augsburg. Das LfU führt die statistischen Vorbeifahrtmessungen durch.
  • Die Autobahndirektion Südbayern hat 2005 ein ca. 10 km langes, achtstreifiges Stück der Bundesautobahn (BAB) A9 zwischen Eching und Garching mit 2 OPA versehen lassen. Das LfU prüft gemäß Planfeststellungsbeschluss, ob die Immissionsminderung durch den 2 OPA anhält.

Die Erfahrungen daraus wurden in einem Leitfaden zusammengefasst. Dieser richtet sich an Bauämter, Kommune, Baufirmen, Prüfstellen und schalltechnische Beratungsbüros.

Außerdem wurde für das Projekt in Ingolstadt eine Handreichung für weitere Anwendungen ausgearbeitet.

Messergebnisse Augsburg

Messergebnisse zu Ingolstadt

Messergebnisse zur BAB A9

Schalltechnische und bautechnische Untersuchungen an den realisierten Strecken in Bayern: