Lärmbelastung

Einführung

Schon 1869, mit dem Industriezeitalter, wurde Lärm zur lästigen Begleiterscheinung der steigenden Produktivität:
Eisenbahn und Dampfmaschine stehen dafür als Symbole. Schon die preußische Gewerbeordnung von 1869 enthielt Vorschriften zur Bekämpfung des Lärms in Industrie und Gewerbe. Er nimmt heute durch das Bemühen von Wirtschaft und öffentlicher Hand ab. Freizeitlärm hingegen wächst. Die Geräusche von zivilen Strahlflugzeugen gehen zurück. Das Sorgenkind des Lärmschutzes ist der Straßenverkehr.

Trendwende?

Kein Mensch will Lärm ertragen. So klagen zwei Drittel der Deutschen über Straßenverkehrslärm, eine unangenehme Folge des seit Jahrzehnten wachsenden Verkehrsaufkommens. Innerhalb von fünfzehn Jahren hat sich in Bayern die Zahl ruhiger Wohngebiete halbiert. Eine Trendwende ist hier erst in einigen Jahren zu erwarten.

Verschiedene Geräusche im Bereich Lärm/Ruhe: Stille im Bereich von 0 bis 20 dB(A).
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Vergleichsgrafik Lärm - Ruhe

"Umweltschutz beginnt im Herzen, braucht den Verstand und bewährt sich nur in Taten."
(Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Regierungserklärung Juli 1995 )

Verschiedene Lärmbelastungen im Vergleich (alte/neue Bundesländer) in %: Straße (65/79), Flug (45/28), Schiene (25/25), Industrie (21/23), Nachbarn (18/27), Sport (8/6).
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Grafik Lärmbelästigungen für Bürger (Quelle: UBA)

"Die Ruhe zu lieben, gehört zur bayerischen Natur und Kultur, zur bayerischen Lebensart."
(Staatsminister Dr. Otmar Bernhard)