TA Lärm

Für Anlagen

Zu den Anlagen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz zählen Geräte, Maschinen, Lager und ganze Werke. Daher gibt es viele verschiedene Arten von Schallquellen und Schallschutzmaßnahmen. In Frage kommen z.B.:

  • Anwendung geräuscharmer Verfahren
  • Einsatz leiser Geräte und Fahrzeuge
  • Kapselung und Einhausung von Maschinen
  • Einbau von Schalldämpfern

Selbst gleichartige Betriebe emittieren je nach Umfang der Bauausführung und der Anordnung der Schallschutzmaßnahmen unterschiedlich viel Schall.

Kritisch sind besonders alle Schallquellen im Freien, wie Zu- und Abluftöffnungen, Anlagen zur Abluftreinigung, Kamine, Rohrleitungen, Ventile und Kühler sowie Fahr- und Verladebetrieb. Durch eine zum Immissionsort hin abgeschirmte Anordnung kann gegenüber freier Abstrahlung ohne weiteres eine Pegelminderung um 10 dB(A) und mehr erreicht werden.

Luftkondensator ohne Schallschutzmaßnahmen. Luftkondensator ohne Schallschutzmaßnahmen
Luftkondensator mit Schallschutzmaßnahme (Teileinhausung Schalldämpferkulissen auf der Zu- und Abluftseite sowie schalldämmender Ummantelung der Dampfleitungen). Luftkondensator mit Schallschutzmaßnahmen

Zur Beurteilung der Anlagengeräusche dient die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) von 1998.

Im Genehmigungsverfahren wird anhand einer Prognoseberechnung der Geräuschemissionen und -immissionen untersucht, ob die Immissionsrichtwerte überschritten werden. Erforderlichenfalls werden Schallschutzmaßnahmen zur Auflage gemacht.
Nach Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage lässt sich durch Messungen überprüfen, ob die Anforderungen tatsächlich erfüllt sind.

Immissionsrichtwerte nach TA Lärm
Bereich Tageszeit Richtwert
Industriegebiete 70 dB(A)
Gewerbegebiete Tag 65 dB(A)
Nacht 50 dB(A)
Mischgebiete Tag 60 dB(A)
Nacht 45 dB(A)
Allgemeine Wohngebiete Tag 55 dB(A)
Nacht 40 dB(A)
Reine Wohngebiete Tag 50 dB(A)
Nacht 35 dB(A)
Kurgebiete, Krankenhäuser und Pflegeanstalten Tag 45 dB(A)
Nacht 35 dB(A)