Methan - überwiegend aus der Landwirtschaft

Methan (CH4) ist ein farb- und geruchloses, hochentzündliches Gas. Seine durchschnittliche Aufenthaltszeit in der Atmosphäre liegt bei etwa 15 Jahren. Damit ist sie zwar wesentlich geringer als beim Kohlendioxid, jedoch aufgrund der 25-fach höheren Wirksamkeit als Treibhausgas gegenüber Kohlendioxid hat Methan einen wesentlichen Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt.

Die in Deutschland wichtigsten Emissionsquellen für Methan sind:

  • Landwirtschaft (Viehhaltung)
  • Energiesektor, Abfallwirtschaft
  • In geringen Mengen: Verkehr, Feuerungsanlagen.
Kühe im Stall Bild vergrössern Ausgasungen aus den Mägen von Wiederkäuern bilden einen Großteil der Methangasemissionen in Bayern. Foto: countrypixel - Fotolia.com

Weltweit entsteht anthropogen verursachtes Methan zu einem Großteil beim Reisanbau.
Die wichtigste Quelle von Methan-Emissionen in Deutschland war 2010 die Landwirtschaft mit knapp 52%. Vier Fünftel davon entstammen den Ausgasungen aus den Mägen von Wiederkäuern. Das restliche Fünftel wird beim Lagern und Ausbringen von Wirtschaftsdünger freigesetzt.

Zweitwichtigste Quelle mit 25% ist die Abfall- und Abwasserentsorgung. Die Gas-Emissionen stammen hier vorwiegend aus Abfalldeponien.

Kompaktorfahrzeug auf einer Mülldeponie Bild vergrössern Durch Verbesserungen im Bereich der Abfall-wirtschaft erreichte Deutschland eine Reduzierung der Methan-Emissionen. Foto: Gina Sanders - Fotolia.com

Die verbleibenden gut 23% kommen aus dem Energiesektor. Das Methan wird hier zum größten Teil bei der Gewinnung und Verteilung fester Brennstoffe (insbesondere aus dem Kohlebergbau) sowie von Öl und Gas freigesetzt.

Bei der Reduktion der Methanemissionen war Deutschland erfolgreich: Bis 2006 gingen diese um 44% gegenüber 1995 zurück.
Dies ist vor allem auf die Verbesserungen im Bereich der Abfallwirtschaft zurück zu führen, indem das anfallende Deponiegas aus älteren Anlagen zunehmend energetisch genutzt wird und seit Juni 2005 die Deponierung von Abfällen mit nennenswerter Methanbildung nicht mehr erlaubt ist.

In Bayern waren 2010 gut 85% der Methanemissionen auf die Viehhaltung in der Landwirtschaft zurückzuführen. Die Energie- und Wärmegewinnung sowie die Abfallwirtschaft verursachten je etwa 6%.