Energieverbrauch und -produktion – unsere Haupt-Stellschrauben zur Vermeidung von Treibhausgasen

Über 80% unserer Treibhausgas-Emissionen sind energiebedingt, d.h. sie entstehen zum größten Teil durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Wichtige Stellschrauben zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen sind daher:

  1. Energie sparen
  2. Energieeffizienz steigern
  3. erneuerbare Energien einsetzen
Eine Landstraße im Sonnenuntergang. Darauf steht: Ideen verwirklichen. Bild vergrössern Reduzierung von Treibhausgasemissionen mit Hilfe innovativer Ideen. Foto: Marco2811 - Fotolia.com

Diese 3 Schritte werden auch als der Energie-3-Sprung bezeichnet. Durch eine kluge Kombination dieser drei Sprünge kann eine wirkungsvolle und dauerhafte Reduzierung der Treibhausgase erzielt werden. Der dritte Sprung darf nicht vor dem ersten gemacht werden: die Verschwendung fossiler Energieträger darf nicht durch die Verschwendung erneuerbarer Energien ersetzt werden.

Energie sparen ist der kostengünstigste und umweltverträglichste Anfang. Sogar ohne Komfortverlust und ohne Anstrengung können große Einsparungen erzielt werden, z.B. durch Abschalten von Lampen oder Heizungen in ungenutzten Räumen, Stehenlassen des Autos und Ausschalten von Stereoanlagen und Fernseher (nicht auf Stand-by).
Durch den Einsatz von effizienten Technologien beispielsweise in den Bereichen Kühlen/Gefrieren, Computer oder Beleuchtung könnten in Deutschland weitere 56 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden. Das entspricht der jährlichen Leistung von 4 Atomkraftwerken.
Die LfU-Seiten zur Energieeffizienz und der Energie-Atlas Bayern bieten zahlreiche weitere einfache Tipps zu Einsparmöglichkeiten für Privatleute, Kommunen und Unternehmen.

Bildcollage: Öffentlicher Nahverkehr, Familie, Arbeiter mit Schutzhelm Ob im öffentlichen, privaten oder unternehmerischen Bereich – die Einsparpotenziale für Energie und Wärme sind enorm und häufig bereits durch geringe veränderte Verhaltensweisen zu erreichen.
Fotos: Heike Jestram, drubig-photo, stillkost - Fotolia.com

Die Zukunft Bayerns: Erneuerbare Energien

In einer Illustration sind die erneuerbaren Energien dargestellt: Solarenergie, Wasserkraft, Wind, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe Bild vergrössern Die erneuerbaren Energien sind unsere Zukunft. Foto: Trueffelpix - Fotolia.com

Der Freistaat Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Kohlendioxid auf deutlich unter 6 Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2020 zu reduzieren. Im Bayerischen Energiekonzept ist gleichzeitig der Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 vorgesehen (Energiewende). In Bayern müssen deshalb auf breiter Basis die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Dazu zählen besonders Solar-, Wind- und Bioenergie, aber auch Tiefengeothermie und Wasserkraft. Das Ziel ist es, die Umstellung umweltverträglich, gesellschaftlich akzeptiert und ökonomisch günstig durchzuführen.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt diesen gesamtgesellschaftlichen Prozess, der vor allem auf die Versorgungssicherheit, die Bezahlbarkeit und die Umweltverträglichkeit abzielt, durch die Einrichtung unterschiedlicher Institutionen und Instrumente. Hierzu gehören das Ökoenergie-Institut Bayern (ÖIB) am Bayerischen Landesamt für Umwelt, die Informationsplattform Energie-Atlas Bayern und die Bayerische Energieagentur ENERGIE INNOVATIV. Letztere ist an dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie angesiedelt und dient als zentrale Informationsdrehscheibe, die den Prozess zur zukünftigen Energieversorgung Bayerns ohne Kernenergie begleitet und vorantreibt.