Klimabeobachtung – Niederschlag in Bayern

Mittlerer Niederschlag

Dampfende Tasse vor einem Fenster mit Regentropfen Bild vergrössern Die Niederschläge nehmen im Frühjahr deutlich zu. Foto: George Dolgikh - Fotolia.com

Der Niederschlag ist eine wichtige Größe bei der Betrachtung der Klimaentwicklung. Die bestehenden Messdaten in Süddeutschland wurden im Rahmen des Vorhabens KLIWA für den Zeitraum von 1931 bis 2010 ausgewertet und in einem Monitoringbericht (2011) veröffentlicht.

Die mittleren Jahresniederschläge zeigen in Bayern nur eine geringe Zunahme der Niederschlagsmenge. Es gab allerdings eine deutliche Verschiebung der Niederschlagsverteilung vom Sommerhalbjahr in das Winterhalbjahr.

In Südbayern ist im Sommer keine Veränderung der Niederschläge zu beobachten. In den anderen Jahreszeiten sind Zuwächse zu verzeichnen, mit einem deutlichen Schwerpunkt im Frühjahr (siehe nachfolgende Tabelle).
In Nordbayern treten generell größere Veränderungen als in Südbayern auf. Die Niederschläge nahmen hier im Sommer ab und in den anderen Jahreszeiten deutlich zu.

Übersicht über die Änderung des mittleren Gebietsniederschlags für das hydrologische Jahr und die meteorologischen Jahreszeiten im Zeitraum 1931 bis 2010,
Quellen: KLIWA/DWD
Trend [%] 1931 - 2010 Bayern Nordbayern Südbayern
Jahr (November bis Oktober) 8,3 10,4 6,5
Frühjahr (März bis Mai) 18,3 19,4 17,2
Sommer (Juni bis August) - 5,2 - 10,8 - 0,2
Herbst (September bis November) 11,8 17,6 6,6
Winter (Dezember bis Februar) 15,2 21,6 9,5

Starkregenniederschläge

Das Kooperationsvorhaben KLIWA untersuchte neben den Gebietsniederschlägen auch die Veränderung der Starkniederschlagsmengen (maximale eintägige Gebietsniederschlagshöhen) im Zeitraum von 1931 bis 2010 (Monitoringbericht 2011).

Im Sommerhalbjahr ist die Entwicklung uneinheitlich. In einigen Gebieten Bayerns sind abnehmende, in einigen leicht zunehmende Trends zu sehen.

Bayernkarten nebeneinander für Sommer- und Winterhalbjahr, Erläuterung im nachfolgenden Text. Bild vergrössern Entwicklung der max. 1-tägigen Gebietsniederschlagshöhen im hydrologischen Sommer- und Winterhalbjahr, Relativer Trend (Änderung in Prozent/80 Jahre vom Mittelwert 1931-2010)

Im Winterhalbjahr findet man dagegen in ganz Bayern zunehmende Starkregenniederschläge. Die höchsten Zunahmen finden sich im Nordosten Bayerns.