Klimaanpassung und Wasserwirtschaft - Wasser ist Leben

Ein Wasserfall Bild vergrössern Wasser ist immer wieder faszinierend. Foto: matterhorn62 - Fotolia.com

Der Klimawandel wird alle Bereiche der Wasserwirtschaft betreffen. Ändert sich das Klima, hat dies auch Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Gewässerqualität. Starkregen und Hochwasser, oder Trockenheit und niedrige Wasserstände sind die Folge. Aber auch die Trinkwasserversorgung ist davon betroffen, denn im Zuge der Daseinsvorsorge muss der Bevölkerung qualitativ hochwertiges Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.

Die Wasserwirtschaft muss daher auf die Folgen des Klimawandels und seine möglichen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt vorbereitet sein. Der Freistaat Bayern hat verschiedene Anpassungsstrategien entwickelt (Bayerische Klimaanpassungsstrategie BayKLAS) wie z.B.:

  • Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020 und dessen Fortführung im Programm 2020plus
  • Optimierung bestehender wasserwirtschaftlicher Messnetze und Programme zum Niedrigwassermanagement gegen Trockenheit und Dürre
  • konsequente Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie
  • vorsorgende Sicherung von Überschwemmungsgebieten
  • Sicherung, Anpassung sowie Ausweisung von Wasserschutzgebieten
  • Grundwasserneubildung durch Wasserrückhalt und Entsiegelung von Flächen fördern.

Wasser ist ein sogenanntes Querschnittsmedium – jeder braucht und nutzt es. Demnach muss nicht nur die Wasserwirtschaft allein auf die Veränderungen im Wasserhaushalt reagieren.

Eine grüne Landschaft geht in einen ausgetrockneten Boden über Bild vergrössern Ausgetrockneter Boden. Foto: Frederic Bos - Fotolia.com

Die Bevölkerung, Unternehmen, Landwirtschaft, Raumplanung etc. können ebenfalls ihren Beitrag leisten. Der Dialog der Wasserwirtschaft mit der Öffentlichkeit ist dabei sehr wichtig. Jeder sollte über die wasserrelevanten Risiken informiert werden und eine Akzeptanz für die Vorsorgemaßnahmen wie beispielsweise Flutpolder muss geschaffen werden. Darauf zielt z.B. das Hochwasserrisikomanagement mit den Gefahrenkarten und Risikokarten ab, die Grundlagen sind für Risikomanagementpläne. Zudem kann jeder Bürger auch seinen Beitrag leisten: achtsam mit dem Trinkwasser umgehen, wenig Flächen versiegeln und Regenwasser versickern lassen statt abzuleiten.

Doch auch der Dialog und eine gute Vernetzung der Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Wasserversorgung sind zu fördern, um abgestimmte Maßnahmen zu erreichen.