Klimaanpassung und Boden - Schutz unserer Lebensgrundlage

Vier Pflänzchen sprießen aus dem Boden. Es regnet. Bild vergrössern Sprossen im Regen. Foto: amenic181 - Fotolia.com

Der Boden ist nicht nur der vermeintliche "Dreck" unter unseren Füßen. Er ist der Untergrund zum Bau unserer Häuser und Straßen. Wir brauchen ihn für die Erzeugung von Nahrung und Holz. Er filtert das Regenwasser und bildet eine wichtige Schutzschicht über unserem Grundwasser. Im Boden leben Tiere und wurzeln Pflanzen. Damit bildet er unsere Lebensgrundlage, die gepflegt, bewahrt und geschützt werden muss.

Die regionalen Klimaszenarien für Bayern, die im Rahmen des KLIWA-Projektes erarbeitet wurden, belegen, dass bis zum Jahr 2050 mit spürbaren Klimaänderungen und einem Wandel des Wasserhaushaltes zu rechnen ist. Die zunehmenden Niederschläge im Winter und Frühjahr führen dazu, dass die Böden künftig im Frühjahr feuchter sind und die Gefahr der Verdichtung bei der Bodenbearbeitung ansteigt. Die Folgen sind vielfältig: Unter anderem können die Böden weniger Nährstoffe speichern und sind somit weniger fruchtbar (Lebensmittelproduktion) und sie können Schadstoffe schlechter aus dem Regenwasser herausfiltern (Trinkwasser).

Ein von einer Schlammlawine verschüttetes Auto Bild vergrössern Schlammlawinen sind eine große Gefahr. Foto: puckillustration - Fotolia.com

Längere Trockenperioden im Sommer und Herbst wechseln sich mit Starkregenereignissen ab. In Trockenperioden trocknet der Boden trocknet stark aus. Verstärkte Bodenerosion ist die Folge:

  • Winderosion (bei Trockenheit)
  • Wassererosion (bei Starkregen).

Beiden gemeinsam ist der Abtrag fruchtbarer Erde vorwiegend von Ackerflächen. Die wichtige Filterwirkung und Fruchtbarkeit der Böden wird dadurch geschwächt.

Handlungsmaßnahmen

In der Bayerischen Klimaanpassungsstrategie (BayKLAS) werden im Handlungsfeld Bodenschutz/Georisiken beispielsweise folgende Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten vorgeschlagen:

  • Sichern der natürlichen Bodenfunktionen als Grundlage für deren ökologische Funktionen
  • Erstellung digitaler Gefahrenkarten für geologische Risiken (Gefahrenprävention, -vorsorge)
  • Reduzierung der Flächenversiegelung und des -verbrauchs
  • Anpassen/Optimieren bestehender Boden-Monitoringsysteme