Vulkanausbrüche

Der Hohe Parkstein in der Oberpfalz zeugt von der vulkanischen Aktivität in der Region.

Basaltsäulen am Parkstein bei Weiden Bild vergrössern Basaltsäulen am Parkstein bei Weiden

"Vulkanausbrüche in Bayern? Das gibt es doch gar nicht!" werden Sie vielleicht denken. Und tatsächlich gibt es zur Zeit keinen aktiven Vulkanismus bei uns. Aber aus geologischer Sicht ist es gar nicht so lange her, dass in Nordbayern zahlreiche Vulkane aktiv waren. Etwa 45 - 10 Millionen Jahre alt sind die Basalte, die man hier findet. Im nahen Tschechien dauerte der Vulkanismus gar bis vor etwa 250.000 Jahren an. Südlich von Eger zeugt an der Grenze zu Bayern der Eisenbühl bei Neualbenreuth vom Vulkanismus in der jüngsten Erdgeschichte.

Weitere Relikte der vergangenen Aktivität sind die zahlreichen heißen und/oder mineralreichen Quellen in der Region.

Erkalteter Vulkanschlot Eisenbühl in Tschechien (CZ)
Eisenbühl (CZ)

Die Vulkanite der Rhön, der Heldburger Gangschar und in Nordost-Bayern sind Zeugen des känozoischen Intraplattenvulkanismus in Mitteleuropa. Hauptsächlich im Oligozän und Miozän drangen an tiefreichenden Bruchsystemen alkalibasaltische Magmen an die Oberfläche. Die zahlreichen Eruptionszentren in Nordost-Bayern stehen in Zusammenhang mit dem kontinentalen Rifting des ostnordost-streichenden Egergrabens. Erhalten sind meist Reste von Tuff- und Lavadecken, letztere oft mit schön ausgebildeten Basaltsäulen. Gänge und Füllungen von Förderschloten formen markante Bergkegel und andere Härtlingsstrukturen wie z.B. den Hohen Parkstein und den Rauhen Kulm in der Oberpfalz und den Lindenstumpf in Unterfranken.

Karte: Vulkanismus in SüddeutschlandBild vergrössern Vulkanismus in Süddeutschland

Die Verteilung der tertiärzeitlichen Basalte in Süddeutschland zeigt, dass vor allem in Nordbayern reger Vulkanismus herrschte .

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