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Rohstofflabor
Das LfU unterhält eine Reihe eigener Labore, um Proben von Luft, Wasser, Boden und Gestein entsprechend der vielfältigen Fragestellungen zu untersuchen. Die Labore für Boden, Gestein und Wasser sind in ihren Zuständigkeiten gebündelt und arbeiten fachübergreifend. Informationen über deren Ausstattung und Leistungsspektrum finden Sie im Bereich "Analytik/Stoffe" (Hauptnavigation oberhalb).
Daneben unterhält der geologische Dienst mehrere eigene Labore, vor allem um seine Aufgaben im Rahmen der Rohstoffsicherung und der Geotechnik wahrnehmen zu können. Insbesondere werden dort Qualitäts- und Materialeigenschaftsprüfungen von natürlichen Proben von Tonen, Sanden oder Kalken durchgeführt.
Naturwerksteinlabor
Im Naturwerksteinlabor werden Proben im Rahmen der Rohstofferkundung bzw. –Sicherung analysiert und charakterisiert. Zu folgenden Kenngrößen werden im Naturwerksteinlabor Untersuchungen durchgeführt:
- Reindichte, Rohdichte
- Porosität
- Wasseraufnahme bei Atmosphärendruck
- Wasseraufnahme unter Vakuum
- Sättigungswert
- Feuchteaufnahme bei 45, 75 und 100% relative Feuchte
- Frost-Tau-Wechsel
- Einaxiale Druckfestigkeit und stat. E-Modul
- Einaxiale Biegefestigkeit und stat. E-Modul
- Biaxiale Biegefestigkeit und stat. E-Modul
- Zugfestigkeit und stat. E-Modul
- Hygrische Dilatation
Um die Versuche an den Proben genormt durchführen zu können, sind im Labor verschiedenen Präparationen der Naturwerksteine notwendig:
- Grobformatierung
- Bohren von Gesteinszylindern
- Zuschneiden der Zylinder und Scheiben
- Brechen und Mahlen der Gesteine für chemische und mineralogische Analyse
- Herstellen von Dünnschliffen
Keramiklabor
Baugrundlabor bzw. Geotechniklabor
Um bodenmechanische Grunddaten von Locker- und Festgesteinen zu bestimmen und vorhandene Erfahrungsdaten zu validieren, ist die Ermittlung der Bodenkennwerte im Labor grundlegend. Diese Werte liefern die Basis für weitergehende Schritte.
Im bodenmechanischen Labor des LfU kommen sowohl Standardversuche als auch weitergehende Methoden zur Anwendung. Neben Untersuchungen zur Klassifikation werden Festigkeits- und Verformungsparameter sowie geohydraulische Bodeneigenschaften bestimmt:
- Klassifizierung nach DIN 18196
- Siebung (nass/ trocken) nach DIN 18123
- Dichte nach DIN 18125
- Zustandsgrenzen nach DIN 18122
- kf-Wert Bestimmung nach DIN 18130
- Proctordichte nach DIN 18127
- Glühverlust nach DIN 18128
- direkte Scherversuche nach DIN 18136
- Triaxialversuche nach DIN 18136
- Kalkgehalt nach DIN 18129
- Druckfestigkeiten
- Kompressionsversuche
