Das Ries vor dem Impakt

Die Gesteine im Riesgebiet vor dem Einschlag des Meteoriten sind geprägt durch die Lage am Südrand des Germanischen Beckens bzw. im Bereich des sog. Vindelizischen Landes, einer Hochlage des kristallinen Grundgebirges (Gneise und Granite). Sedimente des Muschelkalkmeeres sind nur mehr in geringer Mächtigkeit abgelagert worden. Erst im Keuper weitete sich das Sedimentationsbecken, durch Absenkung des Vindelizischen Landes, nach Süden aus. Die Keupersedimente sind ursprünglich bereits etwa 200 m, die Ablagerungen des Juras gar über 500 m mächtig (siehe auch großer Profilschnitt).

Während der Unterkreidezeit (ab etwa 150 Millionen Jahren vor heute) sind in lang anhaltenden Abtragungsvorgängen die Malmkalke tiefreichend verkarstet und z.T. abgetragen worden. Kurze Meeresvorstöße während der Oberkreide und des Jungtertiärs (Obere Meeresmolasse) hinterließen kaum Spuren; die anschließende tertiäre Abtragung hat ganze Arbeit geleistet.

Die nachfolgende Heraushebung der Alb hat durch intensivierte Erosion zu einer reich gegliederten Landoberfläche geführt, die der Ries-Meteorit dann bei seinem Einschlag gründlich zerstörte und umgestaltete.