Permafrostmessungen an der Zugspitze

Projekttitel

Permafrost an der Zugspitze

Finanzierung:
100% Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Projektname

Permafrostmessungen an der Zugspitze

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

In großen Höhen wie an der Zugspitze sind Boden und Fels dauerhaft gefroren. Veränderungen im Permafrost sind nicht nur ein langfristiger Klimaindikator, sie haben auch eine grundsätzliche praktische Bedeutung für Gebäudegründungen und für Felssturzgefahren.
Aufgrund von jüngsten Voruntersuchungen konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass Permafrost im Zugspitzgipfel vorkommt. Die Klimaerwärmung dürfte ein langsames Auftauen verursachen. Anhand der Voruntersuchungen kann die räumliche Verbreitung des Permafrostes grob skizziert werden. Ausgehend davon werden nun weitere Untersuchungen geplant. Finanziert durch das Bayerische Umweltministerium wird im August 2007 im Auftrag des Landesamt für Umwelt eine Bohrung quer durch den Gipfelgrat vorgetrieben. In der Bohrung soll dauerhaft eine Temperaturmessanlage installiert werden, die hier stellvertretend für die Bayerischen Alpen Veränderungen aufzeichnet. Die Bohrung ist eine technische und logistische Herausforderung: Der Transport der schweren Geräte ist nur durch die aktive Mithilfe der Bayerischen Zugspitzbahn über die Seilbahn möglich.
Ziel der Messanlage ist es, langfristige Veränderungen im Bestand des Permafrostes zu erfassen und zu dokumentieren. Die Ergebnisse sollen interessierten Universitätsinstituten zu weiteren Untersuchungen und Modellierungen zur Verfügung gestellt werden.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bayerische Zugspitzbahn Seilbahnen AG

Auftragnehmer:

  • Universität Zürich, Inst. f. Geographie
  • Universität Bonn, Inst. f. Geographie
  • Fa. Stump Foratec

Projektleitung

Dr. Andreas von Poschinger, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 102

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Laufzeit

Voruntersuchungen und Installation: Juli 2006 bis Oktober 2007
Messungen vorläufig vorgesehen bis 2022.