Gefahrenhinweiskarte Schwäbisch-Fränkischer Jura

Projekttitel

Gefahrenhinweiskarte Jura

Finanzierung:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Europäische Union (siehe rechte Spalte)

Projektname

Projekt "Georisiken im Klimawandel – Gefahrenhinweiskarte Jura"

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Die tragischen Ereignisse in Stein an der Traun im Januar 2010 haben die Aktualität der Problematik der Geogefahren verdeutlicht. Dies ist zudem vor dem Hintergrund eines Klimawandels zu sehen, der allen Prognosen zufolge eine Zunahme von Georisiken mit sich bringen dürfte.
Das LfU hat im Bayerischen Alpenraum bereits seit langem mit dem digitalen GEORISK-Informationssystem ein Instrument entwickelt, um von Geo-Gefahren betroffene Gebiete erfassen und möglichst auch vorhersagen zu können. Auf diesem System aufbauend wurde in den letzten Jahren mit der sog. Gefahrenhinweiskarte ein sehr aussagekräftiges Werkzeug geschaffen, das Bürgern, Planern und Verwaltung klare und leicht verständliche Hinweise auf eventuelle Gefährdungen bietet. Die Erstellung der Gefahrenhinweiskarte im Alpenraum ist derzeit in Arbeit. Sie trifft auf sehr großes Interesse und breite Zustimmung bei den Betroffenen sowie auf Anerkennung bei den Fachkollegen der Nachbarländer. Dieses inzwischen bewährte Instrument soll zukünftig auch in anderen sensiblen Gebieten Bayerns Anwendung finden.

Bayernkarte mit Markierten Landkreisen Bild vergrössern Das Projekt soll bis Ende 2015 abgeschlossen sein, wobei die Bearbeitung schrittweise nach Landkreisen erfolgt

Der Schwäbisch – Fränkische Jura stellt mit seinen engen Felstälern und mit seiner speziellen Siedlungsstruktur die nach den Alpen sensibelste Region Bayerns dar. Immer wieder kommt es dort zu Felsstürzen, die Straßen und Wege, nicht selten aber auch Wohnhäuser betreffen. Eine Erstellung von Gefahrenhinweiskarten in diesen Gebieten ermöglicht eine bessere Konzeption von Schutzmaßnahmen, aber vor allem eine rechtzeitige Berücksichtigung von Gefährdungsgebieten bei Planungen. Da dem LfU für das außeralpine Bayern bisher nur wenige Vorinformationen zu Georisiken vorliegen, ist die Datenerhebung von historischen Informationen ein wesentliches Element der Arbeiten. Ansonsten ist die Vorgehensweise analog zum Alpenraum und basiert in erheblichem Maße auf den modernen Laserscan-Daten des Landesamts für Vermessung und Geodaten im Einmeter Raster, die in ein dreidimensionales Geländemodell umgerechnet werden.
Bereits 2015 werden die Regionen Bayerns mit der höchsten Gefährdung bearbeitet sein.

Projektbeteiligte

  • Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Physische Geographie
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Geographie und Geologie
  • Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Angewandte Geologie
  • Firma GEOTEST AG, Davos, Schweiz
  • Bayerisches Landesamt für Umwelt

Laufzeit

August 2010 bis Dezember 2015

Projektleitung

Peter Thom, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 102

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Weiterführende Informationen

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