Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen

Projekttitel

Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen

Finanzierung:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Projektname

Projekt "Georisiken im Klimawandel"; Vorhaben "Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen"

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Naturgefahren spielen in unseren Berggebieten seit jeher eine wichtige Rolle. Durch den von vielen Seiten als wahrscheinlich angesehenen Klimawandel wird die Häufigkeit von Hangbewegungen aller Voraussicht nach steigen. Die kostengünstigste und nachhaltigste Methode zur Vermeidung von Schäden durch Naturgefahren ist die vorsorgliche Meidung von Gefahrenbereichen. Soweit dies aufgrund bereits bestehender Bebauungen nicht mehr möglich ist, muss dennoch mit Hilfe von Vorhersageinstrumenten die Gefährdung weitest möglich gemindert werden. Bisher stehen den Planern als Informationsgrundlage Daten aus dem Georisk- Projekt zur Verfügung, die im Bodeninformationssystem Bayern (BIS) zu finden sind (http://www.bis.bayern.de). Hier werden allerdings nur das Herkunftsgebiet und die Umrisse bisheriger Hangbewegungen dargestellt. Um nun den gesamten planungsrelevanten Gefährdungsbereich zukünftiger Ereignisse abgrenzen zu können, werden Simulationen und Modellierungen durchgeführt. Daraus entstehen für den kompletten bayerischen Alpenraum hochwertige Gefahrenhinweiskarten für die Prozesse Steinschlag/ Felssturz, tiefreichende Rutschungen und flachgründige Hanganbrüche, wie sie bereits im Landkreis Oberallgäu erstellt wurden.

Die Bearbeitung des bayerischen Alpenraums erfolgt schrittweise nach Landkreisen (Abb.1)

Bayernkarte mit den Teilgebieten des Projektes (Alpenraum) Bild vergrössern
Die Projektdauer ist auf 4 Jahre angesetzt, wobei die Bearbeitung schrittweise nach Landkreisen erfolgt

Die so entstandene Gefahrenhinweiskarte ist als wesentliches Element der Planung zu betrachten. Neben der Bauleitplanung ist auch an die überregionale Maßnahmenplanung zu denken. Interessenten sind die lokalen und regionalen Planungsbehörden, Planungsbüros, die Schutzwaldsanierungsstellen, Straßenbau- und Wasserwirtschaftsämter. Die Karte kann Verfahren vereinfachen, indem sie ungefährdete Gebiete klar darstellt. Sie soll auch nicht als Bauverbotskarte wirken, sondern nur in allen kritischen Fällen den Bedarf nach weitergehenden Untersuchungen offen legen. In diesen Fällen muss dann ggf. erst in einem Detailgutachten festgestellt werden, ob im Einzelfall eine Sicherung notwendig, technisch möglich, wirtschaftlich sinnvoll und im Sinne der Nachhaltigkeit tatsächlich anzustreben ist.
Bayern geht mit der Gefahrenhinweiskarte keinen Sonderweg.
Die guten Erfahrungen aus anderen Alpenländern, insbesondere der Schweiz, gingen voll in das Konzept mit ein und wurden mit Hilfe von internationalen Kooperationen weiter vertieft. In Zusammenhang mit dem ohnehin sehr vielseitigen digitalen Werkzeug „BIS“ wurde eine praktische Anwendung erstellt, die für Behörden, Wirtschaft und Private gleichermaßen nutzbringend ist.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Firma GEOTEST AG, Davos, Schweiz

Laufzeit

Mai 2008 bis Dezember 2011

Projektleitung

Dipl.-Geol. Peter Thom, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 102

Hinweis zu E-Mail-Adressen:
Aufgrund der vorherrschenden SPAM-Aktivitäten werden E-Mail-Adressen nicht mehr direkt genannt. Diese setzen sich aus "vorname.name@lfu.bayern.de" zusammen.
Bei nicht personenbezogenen Adressen wird der Bestandteil vor dem "@" explizit angegeben (z.B. poststelle@...). Umlaute sind zu umschreiben (z.B. "ue" anstelle "ü", "ss" anstelle "ß"). Titel (z.B. Dr.) werden in unseren E-Mail-Adressen nicht verwendet.

Weiterführende Informationen

Links zu anderen Angeboten