Gefahrenhinweiskarte Bayerisches Alpenvorland

Projekttitel

Gefahrenhinweiskarte Alpenvorland

Finanzierung

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Projektname

Projekt "Georisiken im Klimawandel"; Vorhaben "Gefahrenhinweiskarte Alpenvorland"

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Die von Fachleuten vorhergesagte Klimaveränderung wirkt sich aller Voraussicht nach auch auf die Häufigkeit der Ereignisse von Georisiken aus. Aufgrund des tragischen Felssturzes von Stein an der Traun am 25. Januar 2010 ist das Bewusstsein für solche Ereignisse in der Bevölkerung und den Kommunalverwaltungen bzw. Behörden deutlich gestiegen.

Kartenausschnitt mit den bereits bearbeiteten  und den in Arbeit befindlichen Landkreisen (LI, OA, OAL, WM, GAP, TÖL, MB, RO, TS, BGL) Bild vergrössern Das Projekt soll Ende 2017 abgeschlossen sein, wobei die Bearbeitung schrittweise nach Landkreisen erfolgt

Als wesentliches Element der Vorsorge vor Geogefahren ist das GEORISK-Projekt des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) zu nennen. In diesem Projekt wurden von 2006 bis Anfang 2012 maßgeblich aus Mitteln des KLIP - Klimaprogramm Bayern 2020 Gefahrenhinweiskarten für den Bayerischen Alpenraum in der Abgrenzung nach dem Landesentwicklungsprogramm (LEP, nach der Definition Erholungslandschaft Alpen bzw. "Alpenplan") erstellt. Diese Abgrenzung des Alpenraums in Richtung Norden folgt nicht Verwaltungs- oder geomorphologischen Grenzen, sondern einem Straßenverlauf und teilt somit die Alpenlandkreise und in rund der Hälfte aller Fälle sogar die Gemeindegebiete selbst. Die Gefahrenhinweiskarten für den Alpenraum in den Grenzen des LEP liegen flächendeckend vor. Darüber hinaus werden inzwischen auch im außeralpinen Raum (Schwäbisch-Fränkischer Jura) solche Karten erarbeitet.

Die Gefahrenhinweiskarten werden von der Bayerischen Plattform Naturgefahren als unabdingbare Grundlage für die Abwehr von Naturgefahren eingestuft. Auch die Alpenkonvention fordert im Bodenschutzprotokoll von 1991 (Kapitel II, Artikel 10) von den Mitgliedsländern verbindlich die Ausweisung von gefährdeten Bereichen für den gesamten Alpenraum. Zu diesem gehören im Sinne der Alpenkonvention die vollständigen Alpenlandkreise, also auch das Alpenvorland. Um den dort ebenso vorhandenen geologischen Gefahren Rechnung zu tragen, ist es notwendig, auch die Nordteile der im Rahmen der Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen bereits bearbeiteten Landkreise abzudecken.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Laufzeit

Phase 1: April 2012 bis März 2014
Phase 2: April 2014 bis Dezember 2017

Projektleitung

Thomas Gallemann, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 102

Weiterführende Informationen

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