Kaolin bei Hirschau - Schnaittenbach - Gestein des Jahres 2013

Im Revier Hirschau – Schnaittenbach prägen ausgedehnte Kaolin-Lagerstätten die Landschaft. Im Erdzeitalter der Trias vor etwa 250 Millionen Jahren wurden hier von Flüssen feldspatreiche Sande des "Mittleren Buntsandsteins" abgelagert. Die Feldspäte verwitterten im Laufe der Zeit in das Tonmineral Kaolinit. Dabei wurde auch das ursprünglich rötliche Gestein gebleicht.

Blockbild der Gegend Bild vergrössern Das geologische Blockbild zeigt die Nähe des Ablagerungsraums des Mittleren Buntsandsteins zum Liefergebiet mit feldspatreichem Granit und Gneis

Während der Kaolin früher vor allem zur Porzellanherstellung nötig war, liegt seine Hauptverwendung heute in der Papier- und Keramikindustrie. Entscheidend für die Qualität ist die reinweiße Farbe des Materials und die hohe Plastizität.

Kaolin: Rohmaterial, aufbereiteter gemahlener Rohstoff und Endprodukt (Kännchen) Bild vergrössern Kaolin: Rohmaterial, aufbereiteter gemahlener Rohstoff und Endprodukt

Kaoline sind in Bayern unter anderem noch im südlichen Fichtelgebirge und der nördlichen Oberpfalz verbreitet. Grundlage für die Entstehung ist dort die Verwitterung feldspatreicher Granite, und nicht, wie bei Hirschau – Schnaittenbach, die von Fluss-Sanden.

Begeben Sie sich doch mal auf Kaolin-Entdeckungsreise durch Bayern. Informationen zu geotouristischen Ausflugszielen finden Sie in den nachfolgenden Links.

Tipp

Geführte Exkursionen ab Schnaittenbach bietet der Geopark Bayern-Böhmen an.