Magnetfeldkarte

Die geophysikalische Messmethode der Magnetik misst die magnetische Kraft und Richtung des Erdmagnetfeldes an der Oberfläche und normiert diese auf eine Referenzoberfläche. Nach Korrektur verschiedener Effekte und Abzug des normalen mittleren Erdmagnetfeldes erfolgt die Darstellung in Form der sogenannten Karte der Magnetik-Anomalien, die deutliche Variationen des Restfeldes des Erdmagnetfeldes wiedergibt. Diese können ihre Ursache in großen Tiefen der Erdkruste bis hin zum Erdmantel haben (vorrangig langwellige, also überregionale Variationen). Unterschiedliche Gesteine im eher oberflächennahen Bereich erzeugen häufig mehr lokale und weniger weit reichende Unterschiede. Als Potentialmethode handelt es sich bei der Magnetik aber auch um eine nicht eindeutig bestimmende Messmethode, d.h. verschiedene Geometrien, Lagen und magnetischen Eigenschaften von Gesteinskörpern können zu gleichen Messergebnissen führen!

Das Leibnitz-Institut für angewandte Geophysik in Hannover hat die Karte der magnetischen Totalfeld-Anomalien 1:1.000.000 für ganz Deutschland erstellt. Diese gibt einen guten Überblick über die geophysikalischen und geologischen Untergrundstrukturen.