Forschungsbohrung im Rahmen der Bearbeitung der Regionen 6 und 11 West im Projekt "Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie"

Projekttitel

Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie 2008 - 2011

Finanzierung:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Europäische Fahne. Daneben der Text 'Europäische Union 'Investition in Ihre Zukunft' Europäischer Fonds für regionale Entwicklung'.
Europäische Fahne

Forschungsbohrung Hohenfels-Matzhausen 01/08

Im Rahmen des EU-kofinanzierten Projektes "Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie" wurde bei der Wüstung Matzhausen (Truppenübungsplatz Hohenfels) eine Forschungsbohrung niedergebracht. Ziel der von der Geologischen Landesaufnahme initiierten Forschungsbohrung war es ein zusammenhängendes und aussagekräftiges Profil durch die hier auftretenden Schichten des Malm (Weißer Jura) zu erhalten. Zur Erreichung dieses Bohrziels wurde der Bohrplatz so gelegt, dass möglichst der gesamte erhalten gebliebene Malm durchteuft werden konnte und die Bohrung als Kernbohrung ausgelegt.

Durchgeführt wurde die Bohrung im Zeitraum zwischen dem 4.November 2008 und dem 24. Februar 2009. Aufgrund der vielfältigen Verkarstungsphänomene sind Bohrungen in Kalkgesteinen, wie dem Malm, bohrtechnisch sehr anspruchsvoll.

Das Bohrgerät im Wintereinsatz
+ Das Bohrgerät im Wintereinsatz

Erbohrt wurden von oben nach unten 4,50 m tonig-sandige Gesteine der Schutzfelsschichten aus der Kreidezeit, 110 m Dolomite des sog. Malm Epsilon und Delta, 23 m Kalksteine und Mergelhorizonte des sog. Malm Gamma, 24 m Kalksteine des sog. Malm Beta und 24 m Mergelkalke des sog. Malm Alpha. Das Bohrziel mit der Grenze Dogger/Malm wurde bei 185,70 m unter Geländeoberkante erreicht.

Ansicht der Bohrkerne
+ Ansicht der Bohrkerne

In einer Tiefe von etwa 44 m unter Geländeoberkante wurde eine Höhle angefahren, die bei einer Höhe von ca. 3,80 m mit mindestens 2 m Höhlenlehm gefüllt ist (Styropor repräsentiert den Bereich aus dem kein Material gewonnen werden konnte).

Die gewonnenen Bohrkerne werden ins Zentrale Bohrprobenarchiv des LfU in Hof gebracht und dort weiter untersucht (detaillierte Profilbeschreibung, Petrographie, Mineralogie, Geochemie, Wärmeleitfähigkeit, Porositäten usw.). Im Anschluß an diese Untersuchungen werden die Bohrkerne archiviert und als Belegmaterial für weitere Untersuchungen (extern und intern) vorgehalten.

Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Stellen der US-Army, wie der Environmental Division, die durch vielfältige logistische Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Forschungsbohrung Hohenfels-Matzhausen 01/08 beigetragen haben.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Gesamtleitung: Dr. Bernhard Wagner, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Ref. 104

Projektleitung

Bayerisches Landesamt für Umwelt, Abt. 10

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Laufzeit

Januar 2008 - Dezember 2011

Bayerisches Landesamt für
Umwelt