Geotope in Oberfranken
Hier finden Sie "Bayerns schönste Geotope" in dem von Ihnen ausgewählten Regierungsbezirk.
Diese Objekte heben sich wegen ihrer Schönheit, Seltenheit, Eigenart oder ihrem hohen wissenschaftlichen Wert besonders hervor und verdienen große Beachtung und Schutz.
Unter den "Details zum Geotop" erhalten Sie neben einer kurzen Anfahrtsbeschreibung auch eine ausführliche Beschreibung der Entstehung des Geotops und seiner Geologie sowie seiner Bedeutung und ggf. (historischen) Nutzung.
Zu jedem Geotop können Sie das Faltblatt bestellen oder Schautafel und Faltblatt auch als Download erhalten.
Diabasbruch am Galgenberg
Das Geotop "Diabasbruch am Galgenberg" erschließt dunkle Diabase aus dem Oberdevon.
Marmorbruch Horwagen
Im Geotop "Marmorsteinbruch Horwagen" stehen farbenprächtige Flaserkalke aus dem Oberdevon an. Die über Jahrhunderte abgebaute einmalige rote Farbvariante des Flaserkalks kam als "Deutsch Rot Marmor" in den Handel.
Oertels Dachschieferbruch
Im ehemaligen Oertelsbruch im Trogenbachtal wurden im 18. und 19. Jahrhundert Tonschiefer des Unterkarbons, sog. "Blauer Lagerstein" abgebaut.
Felsenlabyrinth Luisenburg
Schon Johann Wolfgang von Goethe lockten im Jahr 1785 die riesigen rundlichen Granitblöcke zur Luisenburg.
Felsburg Tüchersfeld
Eine imposante Felsburg beherrscht die Ortschaft Tüchersfeld in der Fränkischen Schweiz. Die steil aufragenden Felsen sind die Reste eines Riffes, das zur Jurazeit in einem tropischen Meer wuchs. Im Verlauf von Jahrtausenden schnitt sich die Püttlach in den Frankendolomit ein und präparierte dabei einen Umlaufberg als "Insel" heraus.
Eklogit am Weißenstein
Das seltene, auffällig rot und grün gefärbte Gestein Eklogit bildet die Bergkuppe des Weißensteins bei Stammbach. Dieser ehemalige Basalt wurde tief unter der Erdoberfläche unter hohen Drücken metamorph geprägt und von der Erosion später wieder freigelegt.
Steinerne Frau am Walberla
An ihrem Westrand ist der Frankenalb mit dem Walberla ein Zeugenberg vorge-lagert. Seine Hochfläche umsäumen steil abfallende Felswände aus Dolomitgestein. Verwitterung und Abtragung zergliederten das massige, von senkrechten Klüften durchsetzte Gestein, wobei markante Felstürme wie die Steinerne Frau am Westrand des Walberla entstanden.
Bodenmühlwand
Bei der Bodenmühle am Roten Main befindet sich einer der wenigen natürlichen Gesteinsaufschlüsse im Mittleren Keuper Nordostbayerns. Er gilt seit langer Zeit als wichtiges Dokument für die damals typischen Meeresablagerungen und ihre heutigen Lagerungsverhältnisse. Berühmt wurde er aber vor allem durch wertvolle Fossilfunde.
Großer Lochstein
Der Große Lochstein im Veldensteiner Forst ist ein markanter Felsturm aus Frankendolomit, der vor über 100 Millionen Jahren unter tropischen Klimabedingungen durch Verwitterung entstand. Dieses Dokument einer Karstlandschaft der Unterkreidezeit wurde durch jüngere Sandablagerungen konserviert. Erst die Abtragung dieser Schichten in der jüngsten geologischen Vergangenheit brachte es wieder ans Tageslicht.
Drei-Brüder-Felsen
Die Drei-Brüder-Felsen am Rudolfstein stellen ein imposantes Felsenensemble dar, das in der Erdneuzeit von Verwitterung und Abtragung geschaffen wurde. Aufgrund der horizontalen Klüftung des Granitgesteins sind in eindrucksvoller Weise die charakteristischen Formen der Matratzenverwitterung entstanden.
Höhlenruine Riesenburg
Die Riesenburg stellt die Überreste einer ausgedehnten Karsthöhle im so genannten Frankendolomit dar, die durch teilweise Auflösung des Gesteins unter Einwirkung von Wasser entstand. Später schnitt der Fluss Wiesent die Höhle an und erweiterte sie, wodurch große Teile der Decke einstürzten. Die vorhandenen Bögen stellen die Relikte des ehemaligen Höhlendaches dar.
Steinachklamm
Das tief eingeschnittene Steinachtal, eines der eindrucksvollsten Täler des Frankenwaldes, ist für seinen vielseitigen geologischen Aufbau bekannt. Besonders auffällig ist die felsige Engstelle der "Steinachklamm".
Stockheimer Steinkohle
Bei Stockheim und Reitsch befanden sich früher die bedeutendsten Steinkohle-Bergwerke in Bayern. Auf dem Gelände der ehemaligen Grube St. Katharina in Stockheim schürfte man 2008 wieder ein Kohleflöz und seine überlagernden schwarzgrauen, braun anwitternden, feinkörnigen Sedimente auf.
Juraprofil Staffelberg
Als Staffelberg bezeichnet man den markanten nördlichen Vorposten der Frankenalb. Seine Schichtfolge reicht vom Unteren Dogger bis in den Malm und bietet damit ein umfangreiches Juraprofil. Durch unterschiedliche Verwitterungsresistenz bedingte Geländestufen ("Staffeln") sind hier besonders ausgeprägt und haben zur Namensgebung des Berges beigetragen.
Röslauschlucht Gsteinigt
Schluchtartig hat sich die Röslau oberhalb von Arzberg in verschiedene metamorphe Gesteine eingeschnitten. Besonders auffällig sind markante Felsen aus Phyllit im unteren Teil der Schlucht. Hier befindet sich auch das Mundloch eines historischen Stollens, der das benachbarte westliche Arzberger Bergbaurevier unterfährt.