Digitale Bohranzeige nach Lagerstättengesetz (LagerstG)

Bohranzeige online

Das LfU stellt eine Online-Anwendung bereit, der gesetzlichen Verpflichtung zur Bohranzeige nach Lagerstättengesetz bequem im Internet nachzukommen.

Neu in der Bestätigungsemail:

  • Name der Gemeinde
  • Geländehöhe
  • Bohrungen und Erdwärmenutzung in der Umgebung über Link auf den
  • GeoFachdatenAtlas

Mit der Anwendung können alle Bohrungen innerhalb der Landesfläche Bayerns angezeigt werden, unabhängig von Teufe und Verwendungszweck. Flachgründige Handbohrungen, Bohrungen für Bauwerkselemente (Anker, Bohrpfähle, etc.) oder Sondierungen sind in der Regel nicht anzeigepflichtig.

Logo zur digitalen Bohranzeige: schematische Darstellung von horizontalen Erdschichten mit nach oben verschobenem Bohrkern Logo Digitale Bohranzeige

Die digitale Bohranzeige nach LagerstG ersetzt nicht die Verpflichtung der Anzeige von Erdaufschlüssen oder Bohrungen nach Wasserhaushaltsgesetz (§49 WHG) bzw. Bundesberggesetz (BbergG) oder die Beantragung von wasserrechtlichen bzw. bergrechtlichen Verfahren.

Diese sind gesondert unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen bei den für die Bohrlokation zuständigen Behörden abzugeben!

Die Online-Anwendung ermöglicht:

  • für ein Bauvorhaben mit einer oder mehreren Bohrungen die Kontaktdaten des Melders sowie vom Bauherr und Planer in Formulare einzugeben,
  • in einer Kartenanwendung bis auf Flurstücksebene zur Bohrlokation zu navigieren,
  • nach Markierung der Bohrlokationen fachlichen Angaben zur Bohrung in Formularfelder einzugeben,
  • nach Kontrolle die Daten bequem online an das LfU zu versenden,
  • die zeitnahe Bestätigung des Eingangs der Anzeige beim LfU per E-Mail.

Für jede eingegebene Bohrung erhält der Melder eine eindeutige Bohrungs-Identifikationsnummer (BID).

Nach Abschluss der Bohrarbeiten sind dem LfU innerhalb einer 3 monatigen Frist

  • genaue Lage der Bohrung(en), Übersichtskarte und Lageplan, ggf. Koordinaten,
  • Herstellungsangaben,
  • die ausgefüllten Schichtenverzeichnisse (gem. EN ISO 14688, 14689; EN ISO 22475-1; früher DIN 4022), sowie
  • das Bohrprofil mit ggf. Angaben zum Ausbau der Bohrung

zu melden (§ 5 Lagerstättengesetz).

Detaillierte Erläuterungen zu den Inhalten der online Bohranzeige erhalten Sie im

Gesetzliche Grundlage

Dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) müssen als zuständiger Anstalt alle mit mechanischer Kraft angetriebenen Bohrungen zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten von demjenigen, der die Bohrung für eigene oder fremde Rechnung ausführt, angezeigt werden. Nach Abschluss der Bohrarbeiten müssen dem LfU innerhalb einer 3 monatigen Frist die ausgefüllten Schichtenverzeichnisse (gem. EN ISO 14688, 14689; EN ISO 22475-1; früher DIN 4022) und das Bohrprofil, ggf. mit Angaben zum Ausbau der Bohrung, zugesandt werden.

Gesetzliche Grundlage sind die §§ 1, 4 und 5 des Gesetzes über die Durchforschung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lagerstätten (Lagerstättengesetz) vom 4. Dezember 1934 (RGBI. I S. 1223; BGBl. 111 750-1), zuletzt geändert durch Artikel 22 des Gesetzes vom 10. November 2001 (BGBl. I S. 2992).

Kontakt

Falls Sie Fragen zum Verfahren haben oder uns aus einem anderen Anlass kontaktieren möchten, schreiben Sie bitte an die speziell für diese Zwecke eingerichtete E-Mail-Adresse: bohrungen@lfu.bayern.de oder rufen Sie uns unter 09281/1800-4770 an.