Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Entwicklung von 3D-Modellen

Die Geologische 3D-Modellierung ist dem Referat 107 (Tieferer Untergrund, Tiefe Geothermie, Geophysik) zugeordnet, da zur Modellierung insbesondere auf geophysikalische Daten oder auf tiefe Bohrungen zurückgegriffen wird. Die Technik wird derzeit in immer breiteren Rahmen im Geologischen Dienst eingeführt und soll in Zukunft sogar die digitale Felddatenerfassung ergänzen. Es bestehen enge Verbindungen zu den Mitarbeitern anderer Fachbereiche, insbesondere die der Datenbanksysteme des LfU, da die 3D-Modellierung Zugriff auf sämtliche geowissenschaftliche Daten nimmt und in einen gemeinsamen Kontext stellt. Die Modellierung erfolgt in der Regel in engem Austausch mit den Regionalgeologen der entsprechenden Referate, was eine laufende Qualitätskontrolle sowohl der Eingangsdaten als auch der fertigen Modelle sicherstellen soll.

Kooperationen

Da die Technik der 3D-Modellierung laufend weiter entwickelt wird und ein umfangreiches Spezialwissen sowie technische und organisatorische Voraussetzungen erfordert, ist das LfU in mehreren nationalen wie internationalen Gremien vertreten. Diese enge Zusammenarbeit sowohl auf organisatorischer als auch technischer Ebene hat sich als äußerst fruchtbar erwiesen, da Entwicklungen gemeinsam angestoßen und Fachwissen einfach ausgetauscht werden kann. Auf nationaler Ebene sind das Kommunikationsforum 3D (KF3D) der Staatlichen Geologischen Dienste (SGDs) der Bundesländer und der GOCAD-Anwenderkreis zu nennen. Das KF3D sieht seine Aufgabe in erster Linie in der Schaffung gemeinsamer Austauschstandards von Geodaten und der Initiierung von Software-Entwicklungen und besteht aus den Vertretern der geologischen Dienste Deutschlands, die sich aktiv mit der 3D-Modellierung befassen. Der Anwenderkreis sieht sich als Diskussionsforum für die Modellierer der SGDs und trifft sich jährlich an der TU Freiberg in Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt.

Auf internationaler Ebene ist das LfU in der GEO3D-Initiative verschiedener nationaler und staatlicher Geologischer Dienste vertreten. Ziel der Initiative ist es, gemeinsame Daten-Austauschformate zu definieren und Einfluss auf Produkt-Entwicklungen nehmen zu können.

Entwicklung

In geringem Umfang kann das LfU Eigenentwicklungen durchführen oder beauftragen, welche sich in erster Linie auf die Kopplung verschiedener Systeme wie GIS, Datenbanken und Geomodellierung beziehen. Mit verschiedenen Universitäten in Bayern wurden Kooperationen eingegangen, was die Betreuung von Praktikanten und Diplom/Master/Bachelorarbeiten auf dem Feld der 3D-Modellierung und die Erstellung einzelner Software-Lösungen in Form von Hiwi-Anstellungen beinhalten.

Kontakt

Das LfU ist gerne bereit, interessierten Studenten einen Einstieg in die Geomodellierung zu bieten. Weiterhin können verschiedene Diplom/Master/Bachelor-Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem LfU im Bereich Geomodellierung an Daten aus Bayern oder im Bereich der Programmierung der Geoinformationssysteme des LfU (GOCAD, ArcGIS, BIS-BY) durchgeführt werden.