Wie arbeitet die Hocheffizienzpumpe?
Die alten ungeregelten Standardpumpen arbeiten ununterbrochen mit konstant hoher Leistung. Diese Pumpen können die Veränderung des Wasserdrucks in der Leitung nicht erkennen und pumpen weiter, selbst wenn mehrere oder alle Ventile der Heizkörper zugedreht sind.
Eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe hingegen erkennt die Veränderungen des Wasserdrucks in der Leitung und reagiert darauf, indem sie ihre Leistungsaufnahme den veränderten Druckverhältnissen anpasst. Wenn die Ventile der Heizkörper zugedreht werden, arbeitet die Hocheffizienzpumpe langsamer und verbraucht dadurch weniger Energie. Auch während der Nachtabsenkung der Heizung schalten diese Pumpen zurück.
Nicht nur die Steuerung der Hocheffizienzpumpen ist fortschrittlich, sondern auch der Motor, der außerordentlich wenig Strom benötigt. Es handelt sich um einen elektronisch geregelten Synchronmotor mit Permanentmagnet-Rotor. Er erreicht im Vergleich zu den herkömmlichen Pumpen (Asynchronmotor) einen viel höheren Wirkungsgrad.
Für besonders Interessierte: Bei Hocheffizienzpumpen wird das umlaufende Statormagnetfeld durch eine elektronische Kommutierung erzeugt (= EC-Motorentechnik;
EC = Electronic Commutated). Für die erforderliche Wechselwirkung der elektrischen und magnetischen Pole werden die Statorwicklungen gezielt angesteuert.
Der hydraulische Abgleich - unverzichtbar
Der hydraulische Abgleich bewirkt, dass alle Heizkörper - auch diejenigen, die von der Pumpe weit entfernt liegen - gleich warm werden.
Ohne hydraulischen Abgleich werden die nahe am Heizkessel liegenden Heizkörper oft wärmer als die weit entfernt liegenden. Das liegt daran, dass Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands geht, und daher weniger warmes Heizwasser die entfernt liegenden Heizkörper erreicht. Als häufige Gegenmaßnahme wird leider oft die Leistung der Heizungspumpe erhöht, damit auch die entfernt liegenden Räume warm werden. Dies ist eine sehr teure Gegenmaßnahme, denn der Stromverbrauch der Pumpe steigt dadurch an. Außerdem werden die der Pumpe nächstgelegenen Heizkörper dadurch zu warm und die Strömungsgeräusche im Rohrnetz können zunehmen. Die beschriebenen Nachteile werden durch den hydraulischen Abgleich verhindert. Ein Heizungsfachmann muss dafür zunächst den Wärmebedarf jedes Raumes und des Rohnetzes berechnen. Danach kann er jeden Heizkörper durch die richtige Einstellung von Ventilen, von Differenzdruckreglern oder Rücklaufverschraubungen an die Anforderungen anpassen. Falls die Heizkörper nicht mit diesen Utensilien ausgestattet sind, werden sie im Nachhinein eingebaut. Nach einem hydraulischen Abgleich ist der Weg oft frei für eine kleinere Pumpe oder im Idealfall für eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe.
Hinweis
Unabhängig vom Pumpentausch: Der hydraulische Abgleich ist für jedes Heizungssystem sinnvoll.
Was kostet der hydraulische Abgleich?
Die Kosten für den hydraulischen Abgleich sind abhängig von der Anzahl der Räume, dem Zustand und Alter des Hauses und davon, ob Ihre Heizungsanlage bereits mit Ventilen oder Rücklaufverschraubungen ausgestattet ist. Es lassen sich daher nur ungenaue Angaben machen: „Die Kosten für das Einregulieren einer bestehenden Heizanlage, den Einbau von Ventilen und den Einbau einer modernen Heizungsumwälzpumpe betragen 1 bis 5 Euro pro Quadratmeter beheizte Fläche.“ (Quelle: Stiftung Warentest, Ausgabe 9/2007). In dieser Berechnung sind die Kosten der neuen Heizungsumwälzpumpe mit enthalten.