Bodenprobenahme

Probenahmeschema: Um eine Bodenprofilgrube herum (Radius) befinden sich 8 Beprobungspunkte Bild vergrössern Probenahmeschema bei der Hintergrundwertermittlung

Analysenergebnisse und deren Interpretation können nur so gut sein wie die zugrundeliegende Probe. Deshalb ist eine qualitätsgesicherte Bodenprobenahme unabdingbar.
Das LfU betreibt daher auch für die Bodenprobenahme im vorsorgenden Bodenschutz, z.B. zur Hintergrundwertermittlung, ein Qualitätssicherungssystem in Anlehnung an DIN ISO IEC 17025. Über eine lückenlose Dokumentation von der Probenahme über den Transport bis zum Eingang im Labor sowie spezielle Arbeitsanleitungen wird gewährleistet, dass qualitativ hochwertige Proben entnommen werden.
Detaillierte Vorgaben für die Probenahme im vorsorgenden Bodenschutz beinhaltet die "Anleitung zur Bodenprobenentnahme im vorsorgenden Bodenschutz in Bayern".

Die Bodenprobenbank – Archiv und Wissensreservoir für die Zukunft

Alle Bodenproben, die im Rahmen der bodenkundlichen Landesaufnahme, bei Arbeiten im vorsorgenden Bodenschutz und der Bodendauerbeobachtung entnommen werden, kommen nach der Durchführung der aktuellen Analysen in die Bodenprobenbank (siehe Abb. 1). Gegenwärtig sind darin etwa 60 000 Proben im lufttrockenen Zustand archiviert. Hinzu kommen noch ca. 8000 bei -20° tiefgefrorene Proben, die v.a. der Untersuchung organischer Schadstoffe dienen. Alle Proben werden zur Beweissicherung und für spätere Analysen vorgehalten. Nachuntersuchungen sind jederzeit möglich. Zudem stehen die Proben für Untersuchungen künftiger Fragestellungen zur Verfügung. Eventuelle lagerungsbedingte Veränderungen werden hierbei berücksichtigt. Die chemischen und physikalischen Untersuchungen, die an den Proben aus den Bodenprofilen durchgeführt werden, dienen der Erfassung des Ist-Zustandes eines Bodens, hinsichtlich seiner Bodenentwicklung, seiner ökologischen Funktion, seines Nährstoffhaushaltes und seiner Belastung z.B. mit Schadstoffen etc. Der Mensch greift in die Umwelt ein, trägt Stoffe in den Boden ein und verändert die Inhalte und Zusammensetzung des Stoffbestandes im Boden. Damit die Veränderungen z.B. bei Schadstoffgehalten nachvollziehbar sind und der anthropogene Anteil bestimmt werden kann, ist eine Bodenprobenbank erforderlich.

Schwerlastregal mit tiefgekühlten Bodenproben in braunen Flaschen Bild vergrössern Tiefkühlbodenprobenarchiv

Weiterführende Informationen

Links zu anderen Angeboten