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Welche Böden gibt es in Bayern?

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Über ganz Bayern verteilt sind bisher etwa 25 000 Bodenprofile aufgenommen (Stand März 2007). Die Profile werden nach neuesten Feldmethoden bodenkundlich aufgenommen, d.h. in Text und Bild dokumentiert, beprobt und beschrieben. Als Anleitung zur Aufnahme der Böden im Gelände dient die 5. Auflage der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA5), Herausgegeben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Diensten der Bundesrepublik Deutschland. Anschließend werden physikalische (z.B. Korngrößenverteilung) und chemische Parameter (z.B. pH-Wert, Austauschkapazität) im Labor bestimmt. Zusammen mit den Feldbefunden werden die Laborergebnisse in der Zentralen Datenbank, dem Bodeninformationssystem (BIS) abgelegt. Hier kann für Auswertungen und Fragestellungen des Bodenschutzes und der angewandten Bodenkunde gezielt recherchiert werden.

Zukünftige Anforderungen

Zu den aktuellen Anforderungen, die an bestehende Bodendaten gestellt werden, gehört die Vergleichbarkeit auf europäischer Ebene. Es besteht dringender Bedarf, die Böden Bayerns nach einer internationalen Bodenklassifikation einzuordnen. Als mögliches geeignetes Instrument für diese Aufgabe wird die World Reference Base for Soil Resources (WRB) in verschiedenen Teilgebieten Bayerns auf ihre Verwendbarkeit hin überprüft.

Der Klimawandel wird sich in vielfacher Hinsicht auf die Böden auswirken (Wasserhaushalt, Erosion etc.). Um hier fundierte Aussagen treffen zu können, sollten die Eigenschaften der Böden möglichst umfassend und zielgerichtet beschrieben und kartiert werden. Die Parameter, die bei der bodenkundlichen Profilaufnahme und Kartierung erhoben werden, sind daraufhin zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Daneben kann die Auswertung von Paläoböden wertvolle Dienste bei der Beschreibung verschiedener Klimaszenarien leisten.