Bodenfunktionenbewertung

Zyklusdiagramm zur Darstellung der Arbeitsschritte der Bodenfunktionenbewertung Bild vergrößern Übersicht der Arbeitsschritte bei der Bodenfunktionenbewertung

Um zu entscheiden, wie wir den Boden am besten umweltgerecht nutzen können, müssen wir untersuchen wie gut der Boden die einzelnen Funktionen erfüllt. Hierfür gibt es Verfahren zur Bewertung von Bodenfunktionen. Dabei werden die Bodeneigenschaften, die für die jeweilige Bodenfunktion bedeutsam sind, nach speziellen Regeln miteinander verknüpft. Aus dem Ergebnis der Bewertung lässt sich ableiten, für welche Nutzungsarten ein Boden geeignet ist und wodurch er gefährdet wird. Die Bewertung natürlicher Bodenfunktionen wird am LfU auf der Grundlage von Konzeptbodenkarten vorgenommen. Diese Konzeptbodenkarten weisen Bodenformen, bestehend aus Leitbodenformen und Begleitbodenformen, aus, denen über eine Datenbank Profilbeschreibungen und Bodeneigenschaften zugeordnet sind. Aus den Bodeneigenschaftsdaten und ggf. externen Daten (z.B. Klimadaten) werden mit Hilfe von Verknüpfungsregeln Bewertungen der verschiedenen Bodenfunktionen abgeleitet. Die Bewertungen können in Karten der Bodenfunktionen dargestellt werden, indem die Bewertungsergebnisse als Attribute den Einheiten der Konzeptbodenkarten hinterlegt werden.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat eine Arbeitshilfe zur Bewertung natürlicher Bodenfunktionen erarbeitet. Diese Arbeitshilfe soll für Bayern eine vorläufige Handlungsanleitung für die Integration des Schutzgutes Boden in die räumliche Planung darstellen. Sie enthält gängige und einfach zu handhabende Methoden, die für die naturräumlichen Gegebenheiten Bayerns anwendbar sind, gegebenenfalls jedoch noch an regionale Besonderheiten angepasst werden müssen.