Boden als Ausgleichskörper im Wasserkreislauf

Hochwasser an der Loisach bei Maxkron
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Hochwasser an der Loisach bei Maxkron

Unversiegelter Boden hat die Fähigkeit, Niederschlagswasser aufzunehmen, zu speichern und zeitlich verzögert an die Atmosphäre, an die Vegetation oder an die Vorfluter abzugeben. Die Böden wirken damit ausgleichend auf den Wasserhaushalt und hemmen die Entstehung von Hochwässern.

Hochwässern vorbeugen

In hochwassergefährdeten Gebieten ist die Ausgleichswirkung des Bodens von großer Bedeutung. Die Verdichtung und Versiegelung des Bodens in solchen Einzugsgebieten führt zu einem vermehrten oberflächlichen Abfluss des Niederschlages und begünstigt Hochwässer. Im Sinne des Hochwasserschutzes ist daher in gefährdeten Gebieten darauf zu achten, dass Böden mit einer hohen Infiltrations- und Speicherfähigkeit in ihrer Funktion erhalten bleiben.

Bewertungsmethode des LfU

Bewertet wird das Retentionsvermögen eines Bodens bei Niederschlagsereignissen. Anhand der gesättigten Wasserleitfähigkeit und der nutzbaren Feldkapazität wird abgeschätzt, wie viel Niederschlagswasser ein trockener Boden aufnehmen kann, bevor es zu Oberflächenabfluss kommt.

Regenrückhaltevermögen - Kartenblatt 7033 Titting
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Regenrückhaltevermögen - Kartenblatt 7033 Titting

Die Luftkapazität wird nur bei Böden in abflussträger Lage (kleiner 9 % Hangneigung) einbezogen. Ergebnis ist eine ordinal skalierte Klassifikation. Aufgrund der Vereinfachungen ist die Methode nur für orientierende Aussagen geeignet.

Karten der Bodenfunktionen wurden im Rahmen von Projekten erstellt. Beispielhaft ist die Karte Ausgleichskörper im Wasserhaushalt für das Kartenblatt 7033 Titting als Download abrufbar. Die Bewertung der gesamten Planungsregion Ingolstadt ist im BIS erklärt.