Bodenerosion

Natürliche Erosionsgefährdung durch Wasser Bild vergrößern Erosionsgefährdung

Der Bodenabtrag und die anschließende Ablagerung können durch die menschliche Landnutzung ein Ausmaß erreichen, dass innerhalb von Generationen, ja sogar Jahren, der Boden in seinem Bestand oder seiner Funktionalität gefährdet ist. Das Ausmaß von Bodenverlusten ist nur selten leicht erkennbar. Oft werden die Folgen erst dann deutlich, wenn ein Großteil des Bodens verloren ist.

Was oben fehlt ist unten oft zu viel

Am meisten fällt dies auf, wenn Straßen, Wege und Kanalisation verschlammt werden. Aber auch der Eintrag von Boden in Seen und Flüsse kann zu Schäden führen. Bodeneintrag am Unterhang und in Mulden verschüttet die Vegetation und behindert so die landwirtschaftliche Produktion erheblich.

Wasser und Wind

Winderosion entsteht, wenn starker Wind über trockene, unbewachsene, schlecht aggregierte Böden weht. In Bayern hat die Winderosion nur auf den ackerbaulich genutzten Niedermoorflächen Bedeutung, da dort der sehr leichte Boden besonders anfällig für Verwehung ist.

Wassererosion entsteht, wenn starke Niederschläge auf einen Boden fallen, der nicht oder nur wenig von Pflanzen bedeckt wird. Begünstigt wird die Erosion durch stark geneigte oder lange, ungegliederte Hänge. Wassererosion ist in Bayern tritt besonders in den hügeligen intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen auf. Insbesondere die fruchtbaren Lößböden können besonders leicht verschlämmen und vom Wasser abgetragen werden.

Bodenerosion durch Wasser abschätzen

Der Bodenabtrag durch Wasser kann mit der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG) berechnet werden. Die ABAG lautet:
A= R•K•L•S•C•P
A: Langjähriger, mittlerer jährlicher Bodenabtrag [t/ha×a]
R: Regen- und Oberflächenabflussfaktor
K: Bodenerodierbarkeitsfaktor
L: Hanglängenfaktor
S: Hangneigungsfaktor
C: Bedeckungs- und Bearbeitungsfaktor
P: Erosionsschutzfaktor

Natürliche Erosionsgefährdung

Die Faktoren R, K und S kann die natürliche Erosionsgefährdung durch Wasser berechnet und dargestellt werden. In einem weiteren Schritt wurden alle Böden unter Waldnutzung anhand der Karte der Waldverteilung aus der Bewertung herausgenommen, da diese Standorte durch ihre Waldbedeckung in nur sehr geringem Maße erosionsgefährdet sind.

Was konnte im Bewertungsverfahren nicht berücksichtigt werden?

Beispiel für eine Karte der Erosionsgefährdung Bild vergrößern Beispiel für eine Karte der Erosionsgefährdung

Nicht berücksichtigt wurden weitere Abtragsformen, wie beispielsweise die Erosionsgefährdung durch Wind, der linienhafte Bodenverlust in Gräben oder Rinnen und Bodenverluste durch anhaftenden Boden am Erntegut.

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