Wie entsteht Boden?

Braunerde-Rendzina aus Malmverwitterung, Bild vergrößern Bodenentstehung

Über Jahrhunderte bis Jahrtausende entsteht der Boden langsam aus unterschiedlichsten Gesteinen. Sonne, Regen, Frost und Wind wirken auf das Ausgangsgestein und zerkleinern und zersetzen es. Auch Pflanzen sind mit ihren Wurzeln mechanisch und chemisch an der Zersetzung beteiligt. Durch chemische Lösungs- und Verwitterungsprozesse werden Minerale im Boden umgebaut und verlagert. Pflanzenrückstände werden von Bodenorganismen zerlegt und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. So entsteht die für den Boden typische Abfolge von humosem Oberboden, pedogenetisch verändertem Unterboden und mechanisch verwittertem Ausgangsgestein.

Abhängig von ihrem Ausgangsgestein, ihrer Mächtigkeit, ihrem Nährstoff- und Wassergehalt und den äußeren klimatischen Rahmenbedingungen entwickeln sich sehr unterschiedliche Bodentypen. Nach vielen Jahren Verwitterungsarbeit entstehen flach- oder tiefgründige, sauere oder basische, nährstoffarme oder nährstoffreiche Böden. Manche sind sandiger, andere tonig oder auch steinreich.

Die Entwicklung eines Bodens ist nie abgeschlossen, sie ist ein permanenter Prozess und wird - in welcher Form auch immer - in Zukunft weiter gehen.