Bodenschutz in der Baubegleitung

Im Rahmen des Ausbaus erneuerbarer Energien besteht die Notwendigkeit, eine Vielzahl von neuen Kabelleitungen zu verlegen. Aber auch für die Gas- und Erdölversorgung werden lineare Baumaßnahmen über große Strecken notwendig. Ähnliche starke bodenschutzrelevante Veränderungen entstehen auch bei neuen Verkehrsbaumaßnahmen.
Um das Schutzgut Boden bei allen Eingriffen und Maßnahmen so bodenschonend wie möglich zu behandeln, sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Eingriffe in den Boden zu minimieren (Bundesnaturschutzgesetz),
  • Beeinträchtigungen seiner natürlichen Funktionen sowie seiner Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte so weit wie möglich zu vermeiden (Bundesbodenschutzgesetz),
  • Einhalten der Vorgaben der DIN 19731. Sie beschreibt die Anforderungen an den Ausbau und die Zwischenlagerung von Bodenaushub, z.B. die separate Lagerung von Mutterboden, die Vermeidung von Verdichtung, Vernässung und Gefügeveränderungen.

Schon in der Planfeststellung ist darauf zu achten, dass ein schonender Umgang mit dem Schutzgut Boden gewährleistet werden kann. Entsprechend fachkompetente Ingenieurbüros sind mit der Baubegleitung zu beauftragen. Dadurch können die Eingriffe minimiert und z.T. irreversible Schäden und teure Nacharbeiten vermieden werden.
Zu dem Thema Bodenschutz in der Baubegleitung haben sich auf Einladung der bayerischen Akademie für Natur- und Landschaftspflege Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz getroffen, um aktuelle Kenntnisse und Informationen auszutauschen.
Die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen sind im nachfolgenden Link enthalten.