Monitoringdaten zur Langzeitwirkung von Umweltöstrogenen

In Bayern erfolgt die Untersuchung von Oberflächengewässern und Kläranlagenausläufen hinsichtlich östrogener Wirkungen im Rahmen der Technischen Gewässeraufsicht durch das LfU. Ziel des Untersuchungsprogrammes ist eine frühzeitige Erkennung und Reduktion einer Belastung mit östrogenen Stoffen. Das Wirkungsmonitoring wird seit dem Jahr 2000 als aktives Monitoring mit einem jährlich wechselnden Messstellenraster durchgeführt.

Die bisherigen Untersuchungen weisen an manchen Standorten auf eine geringe östrogene Aktivität hin. Anhand der chemisch-analytischen Begleituntersuchungen konnten die in der Summe für die Auslösung östrogener Wirkungen verantwortlichen Substanzen ermittelt werden. Für die bisherigen Untersuchungen an kommunalen Kläranlagen gilt, dass in Anbetracht einer Durchmischung des Abwassers mit dem Flusswasser und den daraus resultierenden Verdünnungsverhältnissen keine Überschreitung von Qualitätszielen und Grenzwerten in den Vorflutern vorliegen. Eine Gefährdung der Fischbestände in bayerischen Oberflächengewässern durch östrogen wirksame Substanzen ist aufgrund der bisherigen Ergebnisse nicht zu erwarten.