Gee-Lysimeter

Zur Beobachtung des Wasserflusses im Boden wurde von Gee als Alternative zu den teuren Großlysimetern ein kostengünstiger Kleinlysimetertyp konzipiert. Ein mit Erdboden monolithisch gefüllter Metallzylinder (Oberfläche 0,06 m2, Länge 0,6 m) ist am unteren Ende mit einem Glasfaserdocht versehen. Durch die Saugwirkung dieses Dochtes entsteht ein leichter Unterdruck, der das Sickerwasser am Boden des Lysimeters ableitet. Das abgeleitete Sickerwasser wird über eine Zählautomatik erfasst.

Schematischer Aufbau eines Gee-Lysimeters Bild vergrößern Schematischer Aufbau eines Gee-Lysimeters | LfU
Einbau der Gee-Lysimeter Bild vergrößern Einbau der Gee-Lysimeter | LfU

Um die Effizienz dieses neuen Lysimetertyps zu testen, wurden 2 Gee-Lysimeter auf einem Testfeld der Versuchsanlage Wielenbach eingebaut und die gewonnenen Daten mit denen eines monolithischen Großlysimeters vom selben Standort verglichen.

Vergleich der Gee-Lysimeter-Daten mit dem aktuellen Niederschlag und einem Großlysimeter vom selben Standort Bild vergrößern Vergleich der Gee-Lysimeter-Daten mit dem aktuellen Niederschlag und einem Großlysimeter vom selben Standort | LfU

Wie die bisherigen Daten und der Vergleich mit einem Großlysimeter zeigen, lässt sich die Grundwasserneubildung mit Hilfe der Gee-Lysimeter recht gut verfolgen. Beim Einbau ist auf einen ausreichenden Grundwasserabstand zu achten, um Störungen durch Wassereinbruch im Sammelsystem zu vermeiden.