Allgemeines zu Löschschäumen

Löschschäume werden bei der Brandbekämpfung fester Stoffe (Brandklasse A, z.B. Holz, Kohle, Papier, Textilien) und flüssiger oder flüssig werdender Stoffe (Brandklasse B, z.B. Benzin, Alkohol, Teer, viele Kunststoffe) eingesetzt, da sie die Löschwirkung von Wasser verbessern. Sie bestehen aus einem Lösemittel, Luft, synthetischen oder natürlichen Schaumbildnern und Funktionsadditiven. Als Lösemittel werden Wasser, Alkohole oder Glykole eingesetzt, die dafür sorgen, dass die übrigen Bestandteile stabil in Lösung bleiben. Tenside oder Proteine bilden den eigentlichen Schaum. Je nach Einsatzbereich werden weitere Funktionsadditive wie Frostschutzmittel, Konservierungsstoffe, Korrosionsschutzstoffe und per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) zugegeben.

Wirksame fluorfreie Schaummittel für brennenden LKW existieren Bild vergrößern Auch für solche Brände gibt es mittlerweile wirksame fluorfreie Schaummittel (Bild: LfU)

Wirkung von Löschschaum

  • Trenneffekt:
    Durch die Bildung einer geschlossenen Schaumdecke zwischen Brandgut und Luft wird die Sauerstoffzufuhr unterbunden.
  • Deckeffekt:
    Ein Schaumteppich auf brennenden Flüssigkeiten verhindert, dass umweltgefährdende und hochentzündliche Dämpfe ausgasen.
  • Kühleffekt:
    Aus dem Schaum tritt Wasser aus und verdampft, dadurch wird dem Brand Verbrennungswärme entzogen.
  • Dämmeffekt:
    Durch die geschlossene Schaumdecke wird der Wärmeaustausch unterbunden.
  • Benetzende Wirkung:
    Durch die im Löschschaum enthaltenen Tenside wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt. Dadurch können auch wasserabweisende Oberflächen benetzt werden.
  • Verdrängungseffekt:
    Leichtschäume können eingesetzt werden, um Räume zu fluten und damit Sauerstoff und brennbare Gase zu verdrängen.