Zulassungsverfahren

Die Zulassung (Notifizierung) erfolgt auf Antrag, bayerische Untersuchungsstellen richten diesen an das LfU. Außerbayerische Untersuchungsstellen können beim LfU den Antrag auf Zulassung nur dann stellen, wenn im Bundesland ihres Standortes kein Zulassungsverfahren vorhanden ist. Das Antragsformular sowie entsprechende Formblätter zum Nachweis der notwendigen Voraussetzungen (Persönliche Voraussetzungen der Leitung, Versicherungsnachweis, Verpflichtungserklärung) finden Sie bei "Antragsunterlagen".

Grundlegende Voraussetzung ist der Nachweis der Kompetenz des Prüflaboratoriums zur Durchführung der beantragten Probenahme- und Untersuchungsverfahren im Wasserbereich. Dieser Nachweis erfolgt in der Regel durch die Vorlage einer gültigen Akkreditierung der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgt für bayerische Labore die Kompetenzfeststellung durch die AQS-Stelle des LfU.

Bei Prüflaboratorien, die ihren Sitz außerhalb Bayerns haben, sind gleichwertige Zulassungen anderer Bundesländer/Staaten anerkannt, wenn sie im Recherchesystem ReSyMeSa eingetragen sind.

Die Zulassung wird für max. 5 Jahre oder für die Gültigkeitsdauer einer anerkannten Akkreditierung oder Zulassung eines anderen Landes ausgesprochen.

Die Zulassung erfolgt für die in der LaborV aufgeführten Bereiche (§2 Abs.1, analytische Verfahren) und Untersuchungsbereiche (§2 Abs.2, Grundwasser, Oberflächenwasser, Abwasser).
Die Zulassungsbereiche entsprechen den Teilbereichen des Fachmoduls Wasser der LAWA (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser), in dem der Parameterumfang und die anzuwendenden Untersuchungsverfahren festgelegt sind. Die Berücksichtigung des Fachmoduls ist Voraussetzung für eine gegenseitige, länderübergreifende Anerkennung der Zulassung.

Der Antragsteller erhält einen Bescheid sowie ein Zertifikat mit Anlage, in welcher die Zulassungsbereiche einschließlich der enthaltenen Parameter aufgelistet sind. Außerdem wird die Untersuchungsstelle in die bundesweite Datenbank des Recherchesystems ReSyMeSa eingetragen und ist deutschlandweit gültig.

Für das Zulassungsverfahren werden Kosten nach dem Kostengesetz erhoben.

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