Fischsterben - so funktioniert die Meldekette

Nahaufnahme von drei toten Fischen im Schilf, die mit der Bauchseite nach oben an der Wasseroberfläche treiben.Bild vergrössern Fischsterben an einem Gewässer

Jedes Jahr treten Fischsterben auch in bayerischen Gewässern auf. Dadurch können Fischbestände verarmen oder ganz verloren gehen. Doch Fische sind von großer Bedeutung: einerseits für das aquatische Ökosystem und andererseits haben sie auch einen wirtschaftlichen Wert. Bei großen Fischverlusten kann den Fischereirechtsinhabern und den Pächtern von Gewässern großer materieller Schaden entstehen.

Die Ursachen für Fischsterben sind vielfältig. Zu den häufigsten gehören die Einleitung von Schadstoffen und gewässerschädigendem Abwasser, Sauerstoffmangel sowie Fischkrankheiten.

Sehen Sie tote Fische im Wasser treiben, melden Sie dies bitte umgehend der Polizei.

Die Polizei ist am schnellsten vor Ort und zieht die notwendigen Fachstellen zu Rate. Teilen Sie grundsätzlich Gewässerverunreinigungen der Polizei mit. Diese übernimmt die Ermittlungen. Denn Gewässerverunreinigung ist ein Straftatbestand gemäß Paragraph 324 Strafgesetzbuch.

Das zuständige Wasserwirtschaftsamt berät die Polizei fachlich, übernimmt die Wasseranalytik, veranlasst Fischuntersuchungen und erstellt ein Gesamtgutachten.


Diagramm zur Vorgehensweise bei Gewässerverunreinigung und Fischsterben durch Zusammenarbeit von Polizei, Wasserwirtschaftsamt und dem Bayerischen Landesamt für UmweltBild vergrössern Vorgehensweise und Zuständigkeiten bei Fischsterben

Die Ursache des Fischsterbens ermittelt das örtliche Wasserwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei. Diese veranlassen die Entnahme verschiedener Wasserproben und die sachgerechte Bergung toter Fische. Für verschiedene Laboruntersuchungen wird zudem das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eingebunden.