Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Toxizitätstests

Toxizität ist keine absolute Stoffeigenschaft. Sie ist vielmehr das Ergebnis einer Wechselwirkung mit einem lebenden Organismus bzw. mit belebter Materie. Die Schadwirkung, d.h. die Giftigkeit wird dabei durch die Reaktion der Organismen angezeigt. Solche Schadwirkungen sind z.B. Hemmung des Wachstums und/oder der Vermehrung, Verhaltensänderungen, Hemmung von Stoffwechselleistungen und histologische Veränderungen von Organen und Tod. Die Wirkung von Substanzen kann also nicht durch die chemische Analytik, sondern nur durch einen biologischen Test, einen sogenannten „Biotest“, ermittelt werden.

Blick auf zwei Gläser mit Wasserlinsen (Lemna minor), die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Im linken Glas sind gesunde Pflanzen zu sehen. Im rechten Glas ist die toxische Wirkung einer Chemikalie sowohl an der geringeren Anzahl als auch an der Verfärbung der Pflanzen zu erkennen. Bild vergrößern Blick auf zwei Gläser mit Wasserlinsen (Lemna minor), die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Im linken Glas sind gesunde Pflanzen zu sehen. Im rechten Glas ist die toxische Wirkung einer Chemikalie sowohl an der geringeren Anzahl als auch an der Verfärbung der Pflanzen zu erkennen.

Als "Testsystem" geeignet sind Organismengesellschaften z.B. Mikrokosmosversuche, Einzelorganismen z.B. Daphnientest, Bestandteile von Organismen z.B. Hemmung von Immunzellen und wichtige biochemische Moleküle (Biomarker) z.B. Bildung von Stressproteinen. Nach Art und Dauer der Wirkung kann man zwischen akuten, chronischen, hormonellen und erbgutschädigenden Wirkungen (Gentoxizität und Mutagenität) unterscheiden.

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