Blutuntersuchungen

Die Gesundheit von Fischen kann durch ungünstige Umweltbedingungen, Schadstoffe und bakteriologische, virologische und parasitologische Krankheitserreger beeinträchtigt werden. Um entsprechende Krankheitsbilder zu erkennen, können auch bei Fischen Blutuntersuchungen zu Diagnosezwecken herangezogen werden. Insbesondere bei der Ermittlung von Schadstoffwirkungen kommt hämatologischen und klinisch-chemischen Untersuchungen eine große Bedeutung zu. Sowohl Auswirkungen auf die Blutzellen wie auch auf chemische und biochemische Blutbestandteile werden dabei erfasst.
Die Blutentnahme erfolgt bei Fischen nach Betäubung durch Punktion der Vena caudalis. Um eine Blutgerinnung zu verhindern, wird den Blutproben in der Regel ein Antikoagulans zugesetzt.

Blutentnahme bei einer Regenbogenforelle Bild vergrößern Blutentnahme bei einer Regenbogenforelle

Wie in der Human- und Säugetiermedizin können auch bei Fischen die in der Diagnostik üblichen hämatologischen und klinisch-chemischen Blutparameter bestimmt werden. So liefert beispielsweise die Auswertung des Differentialblutbildes wichtige Hinweise auf den Zustand weißer Blutkörperchen und das Vorliegen entzündlicher Reaktionen.
Veränderungen bestimmter Enzymwerte im Blutplasma lassen auf spezifische Organschäden schließen. Erhöhte oder erniedrigte Konzentrationen von Blutinhaltsstoffen wie z.B. Cholesterin oder Glukose dienen der Ermittlung von Stoffwechselstörungen.

Blutbild einer Regenbogenforelle Bild vergrößern Blutbild einer Regenbogenforelle